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Porträt
Kunst, Männer, Disco: Die erstaunliche Geschichte des Frank Brabant
Einst eröffnete er die erste schwule Disco im Rhein-Main-Gebiet, in der Udo Jürgens, Donna Summer und Josephine Baker zu Gast waren. Heute gehört ihm eine Kunstsammlung, die auf 40 Millionen Euro geschätzt wird. Ein Besuch bei Frank Brabant in Wiesbaden.

"Pussycat"-Betreiber und Kunstsammler Frank Brabant in seiner Dachgeschosswohnung: Im Jahr 2018 wurde er mit der Goethe-Plakette des Landes Hessen geehrt (Bild: Bert Hoffmann)
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29. November 2025, 13:52h 12 Min.
"Ich kann es nicht fassen, dass ich schon 87 Jahre alt bin", sagt Frank Brabant gleich zu Beginn des Gesprächs. "Es ist vor allem für mich selbst schwer zu glauben – irgendwie sitzt man schon wie auf gepackten Koffern. Du weißt nicht, ob Du nächstes Ostern noch erlebst."
Dabei wirkt er wie jemand, der noch einiges vor sich hat – so präsent, wie er da auf seinem gelben Wohnzimmersofa sitzt: mit wachem Blick, die Augen weit geöffnet, umrahmt von einer markanten, schwarz gerahmten Brille. Im Hintergrund läuft ein Song von Caterina Valente. Nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: "Dabei habe ich momentan gar keine Zeit, älter zu werden."
Gerade erst ist er aus Schwerin zurückgekehrt. Dort war er zur feierlichen Wiedereröffnung des Landesmuseums eingeladen, an der Seite der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
Ein gefragter Mann in der Kunstwelt
Frank Brabant ist ein gefragter Mann in der Kunstwelt, er gehört zu den bedeutendsten Sammlern Deutschlands. Der Wert seiner Sammlung wird auf über 40 Millionen Euro geschätzt. Ein Großteil davon wurde durch die Einnahmen aus Brabants Wiesbadener Nachtclub "Pussycat" finanziert – der ersten schwulen Disco im Rhein-Main-Gebiet. Sie wurde Ende der 1960er Jahre eröffnet, zu einer Zeit, als Homosexualität in der Bundesrepublik noch strafbar war – und vor allem gesellschaftlich geächtet.
Seine Leidenschaft für das Sammeln begann jedoch schon ein paar Jahre zuvor. Das war im Jahr 1964, eigentlich hatte er in Frankfurt eine Verabredung mit einem jungen Mann. Beim Warten geriet er zufällig in eine Galerie und erwarb den Holzschnitt "Der Redner" von Max Pechstein. Den Preis von 300 Mark zahlte er in Raten ab. "Danach konnte ich nicht mehr aufhören", erinnert sich Brabant, der damals für eine Versicherung arbeitete und ein Monatsgehalt von 450 Mark bekam. Heute ist seine Sammlung auf beinahe 700 Kunstwerke angewachsen – und kunsthistorisch so bedeutsam wie nur wenige Privatsammlungen in Deutschland.
Werke von Picasso, Chagall und Warhol

Frank Brabant zählt zu den bedeutendsten Kunstsammlern in Deutschland (Bild: Bert Hoffmann)
Bei ihm zuhause hängen Werke von Picasso, Chagall und Warhol. Doch der Kern seiner Sammlung bildet die sogenannte Klassische Moderne aus Deutschland, vertreten durch Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde und Alexej von Jawlensky, ohne die der Expressionismus kaum zu denken ist, oder Otto Dix, Rudolf Schlichter und Conrad Felixmüller als Vertreter der Neuen Sachlichkeit – um nur ein paar der bekanntesten Namen zu nennen. Eine andere Stilrichtung, die seine Leidenschaft weckte, ist die der von den Nazis als "entartet" diffamierte Verlorene Generation, für die sich lange niemand interessierte. Frank Brabant ist in diesem Genre inzwischen ein gefragter Experte.
Man könnte bei einer so hochkarätigen Sammlung an weitläufige Räume, hohe Decken und bodentiefe Fenster in einem repräsentativen Penthouse denken – so, wie man es aus den Homestories von Tech-Milliardären kennt. Doch davon ist das von Brabant seit 1985 bewohnte Dachgeschoss in Wiesbaden weit entfernt. Seine 150 Quadratmeter wirken eher gemütlich, verwinkelt und intim, ausgestattet mit Antiquitäten und einer großen Anzahl von persönlichen Andenken. Die Wände leuchten in einem warmen Gelbton. Und Bilder befinden sich überall – in einer Aneinanderreihung, die dichter kaum vorstellbar ist. Auch die Dachschrägen sind ausgefüllt, und selbst vor den Fenstern zum Balkon und in der Küche hängen Werke, die große Museen in Madrid, Wien und New York immer wieder als Leihgaben anfragen.
"Ich habe nicht für die Mappe gesammelt"
Sein von zahlreichen Anekdoten begleiteter Rundgang durch die Wohnung dauert gut eine Stunde und führt unter anderem ins Badezimmer, wo sich das dichte Nebeneinander von Kunstschätzen an der Wand wie selbstverständlich fortsetzt. "Das hier zählt auch zur Neuen Sachlichkeit", sagt Brabant und zeigt auf ein Bild. "Da muss ich aufpassen, wenn ich dusche oder bade. Es tut mir leid, wenn manche Werke ein bisschen gelitten haben. Aber ich habe nicht für die Mappe gesammelt, ich wollte auch keine Aktien an den Wänden – ich wollte mit der Kunst leben."
Frank Brabant hat verfügt, dass seine Sammlung aufgeteilt werden soll, wenn er nicht mehr da ist. Die eine Hälfte davon erhält das Staatliche Museum in seinem Geburtsort Schwerin, die andere geht an das Kunstmuseum in seiner jetzigen Heimatstadt, wo ihn die Leute mitunter auf der Straße erkennen – und ihm danken, dass er so viel für Wiesbaden getan hat. Ein Herr spannte sogar mal einen Schirm für ihn auf und begleitete ihn nach Hause, als es zu regnen begann.
So viel Freundlichkeit war ihm nicht immer vergönnt. "Ich hab ja die Zeit in den Siebzigerjahren noch erlebt, da haben die Leute zu mir auf der Straße gesagt: Und dich haben sie vergessen zu vergasen!" Frank Brabant wirkt heute noch erschüttert, wenn er daran denkt. Er fügt hinzu: "Ich habe wahnsinnig darunter gelitten, dass mir die Leute solche Sachen hinterhergerufen haben". Er glaubt, sein Schwulsein habe man aufgrund seines femininen Äußeren bereits von weitem erkannt. Als er kurz darauf wieder seine Fassung findet, drückt er es mit einem schelmischen Lächeln wie folgt aus: "Man sah es mir ja an. Ich war eine Tunte mal drei."

Kunstschätze, wohin das Auge reicht. In Brabants Wohnung befinden sich mehr als 600 Kunstwerke (Bild: Axel Krämer)
Flucht aus der DDR
Aufgewachsen war Brabant in Schwerin, wo er auch seine ersten schwulen Kontakte hatte. Im Alter von sechzehn oder siebzehn lernte er jemanden kennen, der 24 Jahre alt war und ihm auf einem Spaziergang um den Pfaffenteich näher kam. "Es ist noch gar nichts passiert zwischen uns, da landeten wir bei der Polizei. Die wollten uns was anhängen wegen Verführung Minderjähriger. Damals sind mir schon Zweifel gekommen." Bis dahin habe er sich nie mit seiner Sexualität auseinandergesetzt, doch nach diesem Erlebnis war ihm klar, dass er nicht alleine ist. Nur wusste er nicht, wie er jemanden kennenlernen sollte – das spielte bei seiner Entscheidung, die DDR zu verlassen, eine wichtige Rolle. "Ich wollte eigentlich nach Berlin, aber damals gab es dort keinen Zuzug."
Nach seiner Flucht 1958 im Alter von zwanzig Jahren verschlug es ihn zunächst nach Mainz. Dort nahm er Kontakt zu seinem Vater auf, der sich von der Familie in Schwerin getrennt hatte und inzwischen wieder verheiratet war. Frank fand zunächst eine Unterkunft, die er sich mit achtzehn weiteren Männern teilte. "Das war ein großer Saal – da wurden alle untergebracht, die in den Westen abgehauen waren. Von dort aus suchte ich mir ein Zimmer."
Geoutet von der Zimmerwirtin
Allen widrigen Umständen zum Trotz blieb er optimistisch. Er fand Arbeit in einem Warenhaus, wo er nach kurzer Zeit zum Büroleiter aufsteigen sollte. Doch seine Wirtin machte ihm einen Strich durch die Rechnung – sie öffnete einen Liebesbrief, den er von einem Mann bekommen hatte, und outete ihn bei seinem Arbeitgeber. Frank erhielt umgehend die Kündigung. Und nicht nur das: "Da ich mit zwanzig noch nicht volljährig war, riefen sie bei meinem Vater an – der hat die Hände überm Kopf zusammengeschlagen und gesagt: Mein Sohn ist schwul, das kann ich mir nicht erlauben!" Er hat ihn nie wieder gesehen.
Zu diesem Zeitpunkt war Frank Brabant gerade ein halbes Jahr im Westen. "Ich habe gedacht, es ist alles vorbei. Ich wusste ja nicht, wie es weitergeht, ich war so verzweifelt – und dann auch noch schwul. Das ist so furchtbar gewesen. Da wollte ich von der Theodor-Heuss-Brücke in den Main springen. Aber es war im Februar, und das war Faschingszeit gerade, und dann habe ich mir gesagt: Nee, das ist doch viel zu kalt, das Wasser."
Eine Schwulendisco mit amerikanischer Musik
In Wiesbaden begann für ihn ein neuer Lebensabschnitt: Dort fand er Arbeit bei einer Versicherung, er kostete sein schwules Leben aus und entdeckte seine Sammelleidenschaft für Kunst. Schließlich lernte er seinen langjährigen Partner Olaf kennen. Der lieh ihm Geld, um ein leer stehendes Lokal zu kaufen, das nach der Screwball-Comedy "What's New, Pussycat?" und dem dazugehörigen Hit von Tom Jones benannt war. Frank übernahm aus dem Namen einzig das Wort "Pussycat" und machte daraus eine Schwulendisco – ein Club, der zur Legende wurde.

Frank Brabant (l.) in den frühen Siebzigerjahren in seinem Club "Pussycat" (Bild: Archiv Frank Brabant)
"Schwule Lokale gab es zu der Zeit schon", erinnert sich Frank Brabant. Doch die Atmosphäre fand er nicht so anregend. "Dort standen überall diese Musikboxen, und irgendwann hab ich gedacht: Sieben Mal Peter Alexander an einem Abend, das halte ich nicht aus. Ich hab mir zwei Plattenspieler gekauft und amerikanische Disco-Musik aufgelegt. Und das lief dann wie die Feuerwehr, das kannst du dir nicht vorstellen. Da kamen die am Wochenende von Gießen und von Koblenz angefahren und wollten bei mir abtanzen."
Tätliche Angriffe und Morddrohungen
Doch bei allem Erfolg ließen die Schwierigkeiten nicht lange auf sich warten. Brabant erinnert sich:" Die Nachbarschaft im Altstadtviertel war natürlich gegen sowas – ein Puff wär einfacher gewesen." Er bekam Morddrohungen und wurde von einer Bande terrorisiert, die ihm nach Feierabend auflauerte und ihn mehrere Male verprügelte. Der Anführer kam schließlich in den Knast. Jahre später stand einer von ihnen vor der Tür und wollte in den Club. "Das war so ein Muskelpaket", beschreibt ihn Frank. "Als ich den erkannt hab, dachte ich: Oh Gott, hoffentlich schlägt der mir nicht alles zusammen. Aber es kam ganz anders: Der wollte mit mir nach Hause ins Bett. Klassisch schwul. Es gibt ja Leute, die verdrängen das, und dann sind sie böse auf andere Schwule. Das habe ich öfter erlebt damals. Und das gibt's ja heute auch noch."
Da Homosexualität in den Anfangszeiten des "Pussycat" noch strafrechtlich verfolgt wurde, bekam Brabant auch Ärger mit den Behörden. Und nicht nur deshalb: Der Oberbürgermeister ließ ihn zu sich zitieren, nachdem sich herumgesprochen hatte, dass er den Zugang für Angehörige der US-Army im Club einschränkte – diese spielten in Wiesbaden eine wichtige Rolle, da im näheren Umkreis der Stadt amerikanische Truppen stationiert waren. Tatsächlich zählten viele von ihnen, die schwul waren, von Anfang an zum Stammpublikum im "Pussycat". Doch just zu ihrem Schutz musste Frank die augenscheinlich heterosexuellen US-Angehörigen außen vor lassen: "Wenn rausgekommen wäre, dass die schwul sind, wären sie unehrenhaft aus der Armee entlassen worden."
Prominente Gäste im "Pussycat"
Damals befand sich in Wiesbaden auch noch ein großer Produktionsstandort des ZDF. Da Brabants Club weit und breit der einzige war, der bis vier Uhr morgens geöffnet blieb, amüsierten sich so manche Prominente noch nach ihrem TV-Auftritt in seinem Lokal. "Es war ja ein schwuler Club. Aber dann kam Udo Jürgens, dann kam Katja Ebstein." Auch "Schwarzwaldmädel"-Darstellerin Sonja Ziemann zog es ins "Pussycat", ebenso wie Josephine Baker, die allerdings aufgrund der Lautstärke nur eine Stunde blieb. Als eines Tages Giorgio Moroder in Begleitung der noch unbekannten Donna Summer vorbeischaute, brachte er als Mitbringsel ein Demo-Tape von "Love to Love You, Baby" mit, das erst ein Jahr später zum Hit wurde.
Dieses Aufgebot an großen Stars trug wesentlich zur Legendenbildung bei – doch für Frank Brabant war das damals eine Herausforderung: Immer mehr Leute, die nicht zum Zielpublikum gehörten, strömten ins "Pussycat", um den großen Udo Jürgens zu sehen. Gleichzeitig wollte Brabant seine schwulen Stammgäste nicht abschrecken. "Ich habe keinen Türsteher gehabt", sagt er. "Ich musste die Leute mit Engelszungen davon abhalten, ins Lokal zu kommen."
Doch Udo Jürgens, der sich in seinem Club äußerst wohl fühlte, hat er es zu verdanken, dass sein Verhältnis zur Polizei weitgehend entspannt blieb. Bei einer Kontrolle sahen die Beamten den Superstar an der Bar sitzen. "Da waren die natürlich geflasht, wie man heutzutage sagt. Er hat auf den weißen Tellern ihrer Mützen unterschrieben – und seitdem hatte ich beim Revier einen Stein im Brett."

Frank Brabant – hier links auf dem Bild in seinem Club "Pussycat". Augenzwinkernd sagt er über sich selbst: "Ich war eine Tunte mal drei." (Bild: Archiv Frank Brabant)
Sein Partner starb bei einem Autounfall
Nach rund zwanzig Jahren entschloss sich Frank Brabant, mit dem "Pussycat" aufzuhören und das Lokal zu verkaufen. Dazu riet ihm sein Lebensgefährte Olaf, der sich mit ihm in Spanien zurückziehen wollte. Mit fast fünfzig Jahren hatte Frank vor allem keine Lust, ein "Disco-Opa" zu werden. Doch dann schlug das Schicksal erneut zu. Etwa vier Wochen nach Übergabe des "Pussycat" Ende der 1980er Jahre war er in Torremolinos und wartete darauf, dass sein Partner nachkommen würde. Da erhielt er einen Anruf von dessen Vater: Olaf war bei einem Autounfall ums Leben gekommen. "Da ist die Welt für mich zusammengebrochen. Das war für mich ein Punkt, an dem ich nicht weiter wusste …"
Die beiden hatten zwar eine offene Beziehung und lebten nicht in einer Wohnung – und doch fühlte es sich für Frank schon zu dieser Zeit wie eine eheliche Verbindung an. " Er hat zu mir gesagt: Du kannst ruhig mal mit jemandem ins Bett gehen, aber bitte, wenn du mit deinen Ängsten und Problemen zu jemand anderem gehst, bin ich sauer."
Damals hätten sie sich nicht vorstellen können, dass es irgendwann mal die Möglichkeit einer gleichgeschlechtlichen Ehe geben würde – zu sehr war das Thema tabuisiert. "Wir haben nie darüber gesprochen und nicht mal daran gedacht. Natürlich hätten auch wir geheiratet – wir waren 25 Jahre zusammen, das war ja wie eine silberne Hochzeit." Und dennoch schlossen ihn Olafs Eltern von der Trauerfeier aus – die Verbindung war ihnen von Anfang an ein Dorn im Auge. "Die Familie kam aus der Großindustrie, und auch Olaf sollte Direktor werden. Dafür musste er verheiratet sein und Kinder haben, das ging ja nun alles nicht." Vor allem der Vater konnte seine Homophobie kaum verbergen.
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Die Sammelleidenschaft wurde zur Obsession
Einmal mehr diente die Kunst für Brabant als Anker in seinem Leben, seine Sammelleidenschaft wurde nun zur Obsession – und ebnete einem weiteren Lebensabschnitt den Weg. Durch die sprudelnden Einnahmen aus dem "Pussycat" war das Budget für seine Sammlung in den letzten beiden Jahrzehnten ohnehin gestiegen. "Ich wollte die Sachen eigentlich nur für mich alleine haben, ich habe nie daran gedacht, mal auszustellen. Da sind die Leute alleine drauf gekommen, denen ich von meiner Kunst erzählt habe". Damit meint er Menschen aus dem Museumsbetrieb, wie etwa die Schweriner Museumsdirektorin. Er kannte sie von den jährlichen Familienbesuchen, sie war eine Nachbarin seiner Tante und hätte seine Bilder gerne bereits zu DDR-Zeiten ausgestellt. Schließlich kam es ein paar Jahre nach der Wiedervereinigung dazu. "Die erste Ausstellung, die ich überhaupt mit meiner Sammlung hatte, war in Schwerin. Und so ging das los." Es folgten Überlingen, Genua, Montreal: Bis heute wurden die Kunstwerke aus Frank Brabants Besitz weltweit in mehr als fünfzig Ausstellungen gezeigt.
Ab und zu kommen neue Werke hinzu – auch wenn Frank Brabant nicht weiß, wo er die noch unterbringen soll. Sein jüngster Erwerb ist ein Bild von Ernst Fritsch, von dem er bereits mehrere Werke besitzt. Noch hat es keinen Platz gefunden, momentan lehnt es provisorisch an einem Stuhl.
Teile seiner Sammlung sind derzeit auch in einer Sonderausstellung im Museum Wiesbaden ausgestellt. Dort ist ihm als Mäzen eine Infotafel gewidmet, seine Bilder werden ausdrücklich "als Bereicherung für das Haus" gewürdigt. Es ist auch die Rede davon, dass er "Geschäftsführer einer überregionalen Diskothek" war. Dass es sich dabei um eine schwule Diskothek handelte, bleibt allerdings unerwähnt – eine Lücke, die umso mehr ins Auge fällt, wenn man sich die Bedeutung des "Pussycat" für die queere Geschichte der Region vergegenwärtigt.
Links zum Thema:
» Dokumentation über Frank Brabant in der ARD-Mediathek















