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Konzert in Ischgl

Rita Ora: "Ohne die queere Community läuft gar nichts"

Im Rahmen des Saison-Openings in Ischgl trafen wir die bisexuelle Sängerin Rita Ora und sprachen mit ihr über ihre enge Verbindung zur LGBTI-Community sowie über ihre persönlichen Urlaubsvorlieben.


Rita Ora in malerischer Kulisse vor ihrem Ischgl-Konzert (Bild: Fabian Girschick)

Auch wenn ich alles andere als ein "alter Skihase" bin, gehört ein Termin für mich jedes Jahr fest ins Pflichtprogramm: das Saison-Opening im österreichischen Ischgl. Hier werden regelmäßig echte Superstars eingeflogen – von Rihanna über Katy Perry bis hin zu Ellie Goulding im vergangenen Jahr. Doch nicht nur die Acts der "Top of the Mountain"-Konzerte sind ein Highlight, sondern auch die atemberaubende Kulisse, die fast schon malerisch wirkt. Ischgl versteht eben nicht nur, was einen Skiort perfekt macht, sondern auch, wie man richtig feiert.

Umso größer war meine Vorfreude auf das vergangene Wochenende, denn es hieß erneut: "Let's get the party started" – diesmal mit dem bisexuellen Popstar Rita Ora. Sie ist nicht nur für ihre zahlreichen Hits wie "I Will Never Let You Down" bekannt, sondern auch für ihre schauspielerischen Rollen, etwa in "Fifty Shades of Grey". Ein Ausnahmetalent, das zugleich bemerkenswert nahbar wirkte – wie ich später bei der Pressekonferenz feststellen konnte.

Ischgl wird immer beliebter und internationaler

Bevor Rita Ora den Journalist*­innen Rede und Antwort stand, gehörte die Bühne zunächst anderen Gesprächspartner*­innen – darunter Vertreter*­innen der Silvretta-Seilbahn sowie des Paznaun-Ischgl-Tourismusverbands. Die Stimmung war bestens: Der Auftakt der neuen Saison hätte, so ihre Einschätzung, kaum erfolgreicher verlaufen können – und das nicht allein wegen des perfekten Skiwetters. Ischgl war zur Eröffnung komplett ausgebucht, und auch die Buchungslage für die kommenden Monate sehe ausgesprochen positiv aus.

Auf die Frage, warum sich der Ort wachsender Beliebtheit erfreut, nannten sie vor allem die "Top of the Mountain"-Konzerte, die Ischgl weltweit bekannt machen und zunehmend internationale Gäste anziehen. Doch auch die wachsende Zahl an Gourmet-Restaurants sowie Kooperationen mit Marken wie Lego würden ihren Teil dazu beitragen.

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Rita Oras unendliche Dankbarkeit für die queere Community

Anschließend betrat Rita Ora mit auffälliger Sonnenbrille und einem breiten Lächeln die Bühne der Pressekonferenz in der Silvretta-Therme. In meiner Funktion als freier Journalist für queer.de konnte ich nicht umhin, sie zu fragen, welche Botschaft sie an die queere Community richten möchte – beziehungsweise, was sie mit dieser verbindet. Die Sängerin reagierte zunächst mit einer Gegenfrage: "Wie viel Zeit haben wir denn?" Es wirkte, als wolle sie weit ausholen.

Sie machte deutlich, dass die Community für sie weit mehr ist als ein Publikum: "Ich lebe und atme. Das ist meine Community. Das ist die Gemeinschaft, die mich seit über zwölf Jahren unterstützt." Ihre Dankbarkeit war in jedem Satz spürbar – sie betonte, dass sie diese Unterstützung niemals als selbstverständlich betrachtet.

"Ohne die queere Szene wäre meine Karriere undenkbar"

Ora erzählte, dass ihre Inspiration stets aus dem Freiheitsgefühl der Szene stammt. Dort habe sie ihre Liebe zu Mode, Make-up und Musik entdeckt. Besonders beeindruckt sie die Mischung aus Mut und Selbstbewusstsein, die sie mit der Community verbindet. "Die gegenseitige Unterstützung ist etwas, das ich immer bewundere", sagte sie und räumte ein, dass sie manchmal sogar ein wenig neidisch auf diese Stärke sei.

Gleichzeitig unterstrich sie, dass sie versucht, etwas zurückzugeben: Sie sehe die Community als Partnerin, ohne die sie ihre Arbeit gar nicht machen könnte. "Ich glaube nicht, dass ich irgendetwas ohne die Community schaffen könnte."

Rita Ora möchte nach Ischgl zurückkehren

Passend zum Saison-Opening in Ischgl, das für zehntausende Menschen wohl den schönsten Urlaub des Jahres darstellt, wollte ich von Rita Ora wissen, wie sie denn am liebsten ihre Urlaube verbringt – und mit wem. Sie erzählte, dass sie selbst noch nie in Ischgl gewesen sei, sich aber gut vorstellen könne, zurückzukehren, um zu entspannen und die Pisten zu genießen.

Für sie bedeutet Urlaub vor allem Zeit mit der Familie. Da sie durch ihre vielen Reisen nur selten Gelegenheit hat, ihre Liebsten zu sehen, würde sie freie Tage am liebsten nutzen, um alle zusammenzubringen.

Ein Konzert voller guter Laune – aber auch emotionaler Momente

Wenige Stunden nach der ausgelassenen Pressekonferenz wechselte Rita Ora von der kleinen Bühne vor ausgewählten Journalis*tinnen auf eine gigantische Outdoor-Bühne vor rund 13.000 Fans. Dort präsentierte sie ihre größten Hits, trug auffällige Outfits und schwang gemeinsam mit ihren Tänzer*innen die Hüften – ein echtes Schneebeben zum Start der neuen Saison.

Zwischendurch wurde es emotional, besonders als sie Songs performte, die sie einst mit den inzwischen verstorbenen Artists Liam Payne und Avicii aufgenommen hatte. Sie zollte ihnen Respekt und erinnerte mit einem Foto sowie einem Trauertext an Liam.

Doch insgesamt überwog die ausgelassene Stimmung. Ora betonte, dass sie Musik vor allem mache, um Menschen glückliche Stunden zu schenken – und sie selbst wirkte ebenfalls überaus happy, nicht zuletzt, weil ihr Ehemann, der Filmregisseur Taika Waititi, von der Seite aus zuschaute. So endete der Abend mit einem großen Happy End und dem klaren Gefühl: Wiederholungsbedarf garantiert.

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