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"Es ist Zeit für mich, mich zu öffnen"

Schweizer Tennisprofi Mika Brunold outet sich als schwul

Letztes Jahr outete sich erstmals ein brasilanischer Tennis-Profi als schwul. Jetzt hat auch der Nachwuchsspieler Mika Brunold diesen Schritt gewagt.


Mika Brunold am 17. November bei einem Tennisturnier im italienischen Bergamo (Bild: IMAGO / IPA Sport)
  • 1. Dezember 2025, 11:14h 2 Min.

Der Schweizer Tennisprofi Mika Brunold hat sich am Wochenende auf Social Media als schwul geoutet. "Es ist Zeit für mich, mich zu öffnen und euch mitzuteilen, dass ich schwul bin", schrieb der 21-Jährige in einem englischsprachigen Beitrag auf Instagram. Im professionellen Sport gehe es nicht nur um motorische Fähigkeiten, sondern auch darum, "die eigene Persönlichkeit zu entdecken und sich selbst treu zu bleiben".

Der in der Nähe von Basel lebende Spieler fuhr fort: "Schwul zu sein bedeutet nicht nur, jemanden mit dem gleichen Geschlecht zu lieben. Man muss sich auch mit Dingen beschäftigen, die andere nicht kennen: Sorgen, dass man nicht akzeptiert wird; Druck, dass man schweigen muss; das Gefühl, dass man anders ist." Er teile die Botschaft auch, weil seiner Meinung im Sport nach nicht genug über das Thema gesprochen werde. Ideal sei für ihn eine Welt, in der Coming-outs nicht mehr notwendig seien.

Brunold ist seit 2021 Tennis-Profi und wird von den Schweizer Medien als nationale "Tennis-Hoffnung" genannt. Derzeit befindet er sich auf Platz 307 der ATP-Weltrangliste.

Für sein Coming-out erhält Brunold auf Social Media viel Lob – auch von Kolleg*innen. Der spanische Profi David Jordà Sanchis schrieb etwa "Bravo Mika", die schweizerische Spielerin Viktorija Golubic schickte ihm auf Instagram ein Herzchen.

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Nur wenige Coming-outs im Männertennis

Im Männer-Tennis gibt es nur sehr wenige Spieler, die ihre Homosexualität nicht verstecken. Letztes Jahr outete sich mit dem Brasilianer João Lucas Reis da Silva erstmals ein Tennis-Profi als schwul (queer.de berichtete). Andere, etwa der Amerikaner Bobby Blair, outeten sich erst Jahre, nachdem sie ihre aktive Tenniskarriere beendet hatten.

Direktlink | Mika Brunold bei der Arbeit
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Im Frauentennis gibt es hingegen mehrere offen lesbische oder bisexuelle Spielerinnen. Die Exil-Russin Darja Kassatkina outete sich etwa im Jahr 2022 (queer.de berichtete). Da ihr Heimatland Homosexuelle nicht akzeptiert, spielt sie inzwischen für Australien (queer.de berichtete). (dk)

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