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- 19. September 2006 1 Min.
Jerusalem (queer.de) - Die Jerusalemer CSD-Veranstalter haben sich mit der städtischen Polizei auf die Austragung der Parade am 10. November geeinigt. Zuvor war der für übermorgen angesetzte CSD von den Behörden verboten worden (queer.de berichtete). Die Polizei hatte das damit begründet, dass sie einen Tag vor dem jüdischen Neujahrsfest nicht genügend Kräfte zur Verfügung hätte, um die Parade zu schützen. Die Veranstalter des Open House vermuteten aber einen politischen Hintergrund, da sich die konservative Stadtregierung in den vergangenen Jahren wiederholt gegen den CSD ausgesprochen hatte. Vor Gericht einigten sich die Kontrahenten jetzt einvernehmlich. Nach dreistündigen Verhandlungen unter der Aufsicht eines Richters beschlossen das Open House und die Polizei, die Parade auf den 10. November zu verschieben. Die Polizei sicherte ausreichenden Schutz für die Teilnehmer zu. Open-House-Vorsitzende Noa Sattath nannte das Ergebnis einen bedeutsamen Sieg: "Das ist all denen zu verdanken, denen ein demokratisches und pluralistisches Israel eine Herzensangelegenheit ist." Die Parade sollte schon im August anlässlich des World Pride stattfinden. Allerdings wurde sie von den Veranstaltern wegen des Konfliktes mit der Hisbollah abgesagt (queer.de berichtete). (dk)














