Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?56065

Auszeichnung des Berliner Queer-Bündnisses

Respektpreis geht an AHA-Berlin

Der 1974 gegründete Verein AHA-Berlin erhält den diesjährigen Respektpreis des Berliner Queer-Bündnisses. Bei der Verleihung stellte die Polizeipräsidentin auch die Kriminalitätsstatistik queerfeindlicher Übergriffe vor.


Der Respektpreis geht an einen der ältesten durchgängig aktiven queeren Vereine (Bild: Berliner Queer-Bündnis)

  • 4. Dezember 2025, 12:27h 3 Min.

Die AHA-Berlin ist am Mittwochabend mit dem Respektpreis des Berliner Queer-Bündnisses ausgezeichnet worden. Der nichtkommerzielle Verein war ursprünglich 1974 als schwuler Verein gegründet worden und ist heute ein offener Treffpunkt für die gesamte queere Community, der Räume für Veranstaltungen, Gruppen und Projekte zur Verfügung stellt. Die vom LSVD-Landesgeschäftsführer Florian Winkler-Schwarz moderierte Veranstaltung wurde mit einem Grußwort des Integrationsstaatssekretärs Max Landero (SPD) eröffnet.

Laudator Marcus Huesmann vom Hotel Palace würdigte die AHA als "lebendigen, pulsierenden Ort der Begegnung. Von kreativen Workshops über Theater und Psychodrama bis hin zu politischen Diskussionsrunden: Hier können Menschen ihre Identität entfalten, sich ausdrücken, sich vernetzen, sich engagieren." Ferner sei die AHA "in einer Welt, in der queere Menschen weiterhin Diskriminierung, Gewalt und Unsichtbarkeit erfahren, […] ein Leuchtturm. Ein Ort, der Mut macht, Hoffnung schenkt und zeigt: Wenn wir zusammenstehen, können wir die Welt ein Stück gerechter gestalten", so Huesmann.

Für den Respektpreis nominiert waren zudem die Kindertagesstätten Rosarote Tiger und Gelbgrüne Panther und die Kieztour Nollendorfplatz (queer.de berichtete).

Kriminalstatistik vorgestellt

Im Rahmen der Preisverleihung stellte die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel die aktuelle Kriminalitätsstatistik queerfeindlicher Übergriffe für die ersten drei Quartale des Jahres 2025 vor. Im Bereich der Hasskriminalität gegen die sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität wurden für Berlin mit bisher 429 Taten ein wenig mehr Fälle als im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt zur Anzeige gebracht – in den drei Vorjahresquartalen waren es 425 (queer.de berichtete). Die Schwerpunkte liegen in den Innenstadtbezirken, wobei in Mitte mit 92 Fällen die meisten queerfeindlichen Taten registriert wurden, gefolgt von Tempelhof-Schöneberg (80 Fälle), Friedrichshain-Kreuzberg (50 Fälle) und Neukölln (49 Fälle).

Präsentiert wurde außerdem die neue Plakatkampagne des Berliner Queer-Bündnisses. Im Rahmen des diesjährigen Schwerpunktthemas der queeren Bildungs- und Jugendarbeit widmet sich diese der Wichtigkeit queerer Jugendeinrichtungen. Unter dem Slogan "Hier können wir sein, wie wir sind. Queere Jugendeinrichtungen geben Schutz, Halt und Orientierung!" wird die von der Berliner Agentur Heldisch erstellte Kampagne zu Beginn des Jahres 2026 im Berliner Stadtbild zu sehen sein. Die Wall GmbH stellt zur Verbreitung der Kampagne über 3.000 analoge und digitale Werbeflächen im gesamten Berliner Stadtgebiet zur Verfügung.

Das Berliner Queer-Bündnis ist ein Projekt des Bildungs- und Sozialwerk des queeren Verbandes LSVD Berlin-Brandenburg und wird von Berlin im Rahmen der Initiative "Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt" gefördert. Darin engagiert sich die Berliner Zivilgesellschaft für die Anerkennung von queeren Lebensweisen. Dem Bündnis gehören in der Bundeshauptstadt aktive Verbände, Vereine und Firmen als Mitglieder an, darunter Coca-Cola, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Evangelische Kirche. (pm/cw)

-w-