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Erfolgreiche Ermittlungen

Körper­ver­letzungen und Beleidigungen: Homophobe Brüder in Hamburg festgenommen

Vor zwei Monaten wurde ein 29-jährige Mann im Stadtpark homophob attackiert. Die Ermittlungen führten die Beamt*innen zu zwei Brüdern, die erst 16 und 18 Jahre alt sind.


Symbolfoto: Die Hamburger Polizei meldet einen Fahndungserfolg (Bild: René Mentschke / flickr)

  • 4. Dezember 2025, 16:32h 2 Min.

Die Hamburger Polizei hat zwei offenbar gewalttätige und homophobe Brüder vorübergehend festgenommen. Der 16-jährige Jugendliche und der 18-jährige junge Mann seien mutmaßlich für mehrere Körperverletzungen, Beleidigungen und Bedrohungen aus homophoben Motiven heraus verantwortlich, teilten die Beamt*innen am Donnerstag in der Hansestadt mit.

Ausgangspunkt für die Ermittlungen war ein Angriff auf einen 29-Jährigen im Hamburger Stadtpark Anfang Oktober dieses Jahres. Dieser wurde von zwei jungen Männern homophob beleidigt und mit einem Böller beworfen, wie es hieß. Der Feuerwerkskörper habe den Mann nur knapp verfehlt. Der Angegriffene konnte fliehen und blieb unverletzt.

Polizei durchsuchten Wohnung des 16-Jährigen am Mittwoch

Die Polizei identifizierte den 18-Jährigen als Tatverdächtigen und durchsuchte Anfang November die Wohnung des jungen Mannes, wobei Beweismittel beschlagnahmt wurden. Diese führten die Beamt*innen zu dem zwei Jahre jüngeren Bruder des Verdächtigen. Dessen Zimmer in der elterlichen Wohnung wurde am Mittwoch durchsucht. Dabei wurden unter anderem "pyrotechnische Gegenstände" beschlagnahmt.

Beide Brüder befinden sich wieder auf freiem Fuß. Die Ermittlungen dauerten den Angaben zufolge an. Weitere Angaben zur Identität der Verdächtigen machte die Polizei nicht.

Die Behörde geht inzwischen davon aus, dass die jungen Männer für weitere derartige Straftaten verantwortlich sind. Motivation soll ihr Hass auf Homosexuelle gewesen sein.

Am Stadtpark kam es bereits mehrfach zu queerfeindlichen Übergriffen: Im Mai wurde dort etwa ein 36-jähriger Mann an der Ecke Südring/Otto-Wels-Straße aus einer Gruppe von zirka sechs Jugendlichen heraus "homophob beleidigt" und mit Reizgas attackiert (queer.de berichtete). (AFP/dpa/cw)

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