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Daniel E. Thomas

US-Bischof: "Gott hat den Transgenderismus nicht vorgesehen"

Für Bischof Daniel E. Thomas existieren trans Menschen in der christlichen Welt nicht. Schuld an der Akzeptanz sei auch die Anerkennung von homosexuellen Paaren.


Bischof Daniel E. Thomas spricht trans Menschen ihre Existenz ab (Bild: Jim, the Photographer / wikipedia)

  • 5. Dezember 2025, 13:43h 2 Min.

Der katholische Bischof Daniel E. Thomas hat in einem Interview mit dem Online-Nachrichtenmagazin "Catholic World Report" die Existenz von trans Menschen in Zweifel gezogen: "Man muss informiert sein darüber, was Christus über den menschlichen Körper lehrt, über den Respekt vor der menschlichen Würde und dass Gott uns als Mann und Frau erschaffen hat. Gott hat den Transgenderismus nicht vorgesehen", so der Bischof von Toledo im US-Bundesstaat Ohio. Das Wort "Transgenderismus" wird von konservativen oder rechten Gruppen oft als Kampfbegriff benutzt, um die Existenz von trans Menschen zu leugnen oder die Anerkennung ihrer Identität in Frage zu stellen.

"Wir sollten nicht versuchen, unsere von Gott gegebene Identität zu ändern", erklärte Thomas weiter. "Wir müssen annehmen und umarmen, wer wir sind, auch wenn dies bedeutet, dass wir das Kreuz umarmen müssen."

Bischof: Homo-Paare, zerfallende Familien und fehlende Väter schuld an Trans-Akzeptanz

Als Ursache, warum trans Menschen heute in der Öffentlichkeit akzeptiert werden würden, sieht Thomas auch die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren: "Als ich aufwuchs, habe ich noch nie von Geschlechterverwirrung gehört", so der 66-Jährige, der eine katholische Highschool besuchte, in der Mädchen nicht zugelassen waren. "Ich denke, es ist eine Reihe von Dingen: Wenn zwei Menschen gleichen Geschlechts eine Beziehung eingehen können, die gesetzlich als Ehe anerkannt wird, der Zerfall der Familie, das Fehlen von Vätern im Haushalt – all das hat eine Rolle dabei gespielt, dass wir an dem Punkt angekommen sind, an dem wir uns gerade befinden."

Thomas hatte in einem Ende August veröffentlichten Schreiben mit dem Titel "The Body Reveals the Person" (Der Körper offenbart die Person) argumentiert, dass Geschlecht nicht durch Gefühle oder Selbstverständnis bestimmt werde, sondern durch Körper und biologische Realität. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften hatte er bereits zuvor als "irregulären Situationen" bezeichnet, die einen katholischen Segen nicht verdient hätten.

Papst Leo XIV., der ebenfalls aus den USA stammt, hatte erst letzten Monat im Rahmen des Welttags der Armen erstmals auch trans Menschen zu einem Mittagessen in der Vatikanischen Audienzhalle empfangen (queer.de berichtete). (dk)

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