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- 7. Dezember 2025, 14:06h 1 Min.

Symbolbild: Plakat bei einer Anti-AfD-Demo in Köln (Bild: IMAGO / Markus Matzel)
Nach einem Streit um LGBTI-Rechte hat der Schriftführer des AfD-Kreisverbands Miesbach, Gabriel Sack, Ende November sein Amt niedergelegt und ist aus der Partei ausgetreten. Der 31-Jährige war erst vor 20 Monaten AfD-Mitglied geworden.
"Ich habe festgestellt, dass vieles stimmt, was Verfassungsschutz und Politikwissenschaftler über die AfD sagen", erklärte Sack in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Münchner Tageszeitung "Merkur". "Dabei ist nicht das Programm das Problem, sondern dass ein großer Teil der Mitglieder Rechtsextremismus und Homophobie, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit duldet."
Auslöser für seinen Schritt sei ein queerfeindlicher Instagram-Post der niedersächsischen AfD-Landtagsabgeordneten Vanessa Behrendt gewesen. Sack habe im Namen des Kreisverbands Miesbach dagegen Stellung bezogen, sei jedoch vom Vorstand zurückgepfiffen und gemaßregelt worden.
"Ich hätte nicht gedacht, dass der rechte Flügel um den Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke so einflussreich ist", erklärte Gabriel Sack in dem Interview. "Gegen den Flügel darf man nichts sagen. Der Flügel beherrscht den Großteil der Partei. Und wer gegen ihn redet, wird schnell attackiert." Nach seinem AfD-Austritt habe er nun einen Mitgliedsantrag bei der CSU ausgefüllt. (mize)















