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Auszeichnung im Roten Rathaus

Berlins Verdienstorden für Rosenstolz-Star und Pionier der Schwulenbewegung

Sie stehen für Vielfalt und ein Berliner Lebensgefühl: Der schwule Musiker Peter Plate und der schwule Lehrer Detlef Mücke erhalten heute im Roten Rathaus eine besondere Auszeichnung.


Bekommen den Verdienstorden des Landes Berlin: Detlev Mücke (r.) und Peter Plate (Bild: privat, MDR / Olaf Blecker)

  • 9. Dezember 2025, 05:47h 2 Min.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) verleiht am heutigen Dienstag (16 Uhr) den Verdienstorden des Landes Berlin an den schwulen Musiker Peter Plate und den schwulen Pädagogen Detlef Mücke. Sie hatten an der offiziellen Zeremonie am 1. Oktober nicht teilnehmen können (queer.de berichtete).

"Ihre Lieder thematisierten das Lebensgefühl und die Vielfalt Berlins"

Der Musiker Plate hatte mit der im März gestorbenen Sängerin Anna R. das Duo Rosenstolz ("Liebe ist alles") gebildet. "Ihre Lieder thematisierten das Lebensgefühl und die Vielfalt Berlins und trugen somit zur kulturellen Identität der Stadt bei", teilte die Stadt mit. Als Komponist feierte Plate zudem Erfolge mit Musicals wie "Ku'damm 56" und die Fortsetzung "Ku'damm 59".

Plate erklärte auf Facebook, dass der Orden "kein Preis für mich allein" sei, "sondern ein Echo all der Stimmen, die meinen Weg geprägt haben". Dabei erinnerte er an seine Rosenstolz-Partnerin AnNa R., die im März überraschend im Alter von nur 55 Jahren verstorben war (queer.de berichtete). Außerdem nannte er Ulf Leo Sommer, mit dem er früher liiert war, aber bis heute noch zusammenarbeitet.

Pionier der Schwulenbewegung

Der Lehrer Detlef Mücke zählt zu den Pionieren der Schwulenbewegung: 1978 gründete er etwa die "AG Schwule Lehrer bei der GEW" (Porträt von Axel Krämer).

"Sein Einsatz für die Gleichberechtigung von LGBT-Pädagogen erfolgte zu einer Zeit, in der ein Bekenntnis zur eigenen Homosexualität im öffentlichen Raum mit erheblichen Risiken verbunden war", würdigte das Rote Rathaus seine Verdienste. Mücke ist auch Mitgründer des Schwulen Museums in Berlin. (cw/dpa)

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