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Neue Regel

Britischer Verband lässt gleich­geschlechtliche Eistanz-Paare zu

Der britische Eiskunstlaufverband öffnet seine Wettbewerbe für gleichgeschlechtliche Eistanz-Paare. Damit will die Organisation ein Zeichen setzen.


Der walisische Sänger Ian "H" Watkins und amerikanische Eiskunstläufer Matt Evers traten 2020 in der britischen Unterhaltungssendung "Dancing on Ice" gemeinsam an – bald ist das auch bei echten Turnieren möglich (Bild: ITV)

  • 11. Dezember 2025, 15:10h 2 Min.

Ab der Saison 2026/2027 dürfen gleichgeschlechtliche Eistanz-Paare an Wettbewerben des britischen Eiskunstlaufverbands teilnehmen. Die Regelung gilt für alle Veranstaltungen einschließlich der nationalen Meisterschaften, wie der Verband mitteilte. Die neue Regel spiegele das Engagement wider, Eislaufen inklusiv und für alle zugänglich zu machen, erklärte der Verband.

Gleichgeschlechtliche Teams können jedoch nicht über die nationale Ebene hinaus antreten, da die Regeln der Internationalen Eislaufunion (ISU) vorschreiben, dass Paar- und Tanzteams aus jeweils einem Mann und einer Frau bestehen müssen.

In Kanada schon seit 2023 möglich

Großbritannien ist nicht das erste Land, in dem gleichgeschlechtliche Paare an Wettbewerben teilnehmen dürfen. In Kanada dürfen im Paarlauf und im Eistanz schon seit 2023 gleichgeschlechtliche Paare bei nationalen Events an den Start gehen. Auch in Finnland ist dies seit dieser Saison möglich: Emma Aalto und Millie Colling wurden daraufhin das erste gleichgeschlechtliche Eistanzpaar des Landes.

Die inzwischen nicht mehr im Profisport aktiven Olympiasiegerinnen im Eistanz, Madison Hubbell aus den USA und Gabriella Papadakis aus Frankreich, sind gemeinsam in Showauftritten aufgetreten, um den Weg für die offizielle Teilnahme gleichgeschlechtlicher Paare zu ebnen. Papadakis ist bisexuell, die heterosexuelle Hubbell sprach sich in Interviews für eine bessere Inklusion von queeren Athlet*innen aus.

Scott Moir, Kanadas dreifacher Weltmeister im Eistanz, hatte sich ebenfalls für die Aufnahme gleichgeschlechtlicher Tanzpaare ausgesprochen. Als Begründung nannte er, dass Eiskunstläuferinnen dann mehr Möglichkeiten hätten, die es in diesem Sport häufig einen Mangel an männlichen Partnern gibt. Moir hatte sich 2018 nach dem Ende seiner Karriere als schwul geoutet. (dpa/cw)

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