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Hildegard Knef

Chansons als Kommentar zur alten Bundesrepublik

Das neue Buch "Ich möchte am Montag mal Sonntag haben" vereint 100 Chansontexte von Hildegard Knef und stellt ihnen Kommentare, Geschichten und Reflexionen zeitgenössischer Künstler*innen zur Seite.


Hildegard Knef (1925-2002), Schauspielerin, Autorin und Chansonsängerin, war eine der prägendsten Künstlerinnen der deutschen Nachkriegskultur (Bild: Ventil Verlag)
  • 15. Dezember 2025, 07:48h 2 Min.

Hildegard Knef war vermutlich die letzte deutsche Künstlerin, die den Ehrentitel Diva völlig ironiefrei und mit voller Berechtigung tragen durfte. Davon zeugen nicht nur ihre Filme und Bücher, sondern vor allem ihre Chansons. So klug, so poetisch und zugleich so kühl und präzise hat kaum eine andere über sich selbst und über die alte Bundesrepublik gesungen – ein Land, das insbesondere für selbstbestimmte Frauen lange muffig, repressiv und eng war.

Schauspielerin, Bestseller-Autorin, Chansonsängerin


"Ich möchte am Montag mal Sonntag haben" erscheint anlässlich des 100. Geburtstag von Hildegard Knef am 28. Dezember 2025

Erstmals dokumentiert der Band "Ich möchte am Montag mal Sonntag haben" (Amazon-Affiliate-Link ) hundert dieser Texte und stellt ihnen Kommentare, Geschichten und Reflexionen zeitgenössischer Künstler*­innen zur Seite. Zu Wort kommen unter anderem Sebastian Krumbiegel ("Die Prinzen"), Mieze Katz ("MiA."), Pe Werner und Bernd Begemann. Außerdem würdigen Bernadette La Hengst ("Die Braut haut ins Auge"), Markus Berges ("Erdmöbel"), Stoppok, Francesco Wilking ("Die Höchste Eisenbahn"), Kai Havaii ("Extrabreit") und Tex Rubinowitz Hildegard Knef mit sehr persönlichen Liner Notes.

Hildegard Knef (1925-2002) war skandalumwitterte Schauspielerin ("Die Sünderin"), Bestseller-Autorin ("Der geschenkte Gaul") und Chansonsängerin ("Für mich soll's rote Rosen regnen", "Ich brauch' Tapetenwechsel" u. v. a.). Überliefert ist die Anekdote, dass Miles Davis Mitte der 1950er-Jahre Boris Vian von einer Sängerin erzählt haben soll – ausgerechnet einer Deutschen -, die es schaffe, gleichzeitig gar keine und doch eine ganz große Stimme zu haben. Selbst wenn sich dieses Paradoxon auf Knefs Gesangstechnik bezogen haben mag, bleiben die Durchschlagskraft und der literarische Gehalt ihrer Songs bis heute unbestritten und singulär. (dd/pm)

Infos zum Buch

Ich möchte am Montag mal Sonntag haben. Textsammlung. 272 Seiten. Ventil Verlag. Mainz 2025. Paperback: 20 Euro (ISBN 978-3-95575-249-1).

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