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"Volks-Rock'n'-Roller"

Andreas Gabalier bereut seinen queeren Song

Seine 2021 veröffentlichte Single "Liebesleben" sei der "einzige Flop" seiner Laufbahn, beklagt sich der österreichische Volksmusiker Andreas Gabalier in der neuen 3sat-Doku "Hits, Herz und Heimat – Der Schlagerhype".


Andreas Gabalier: "Coca-Cola ist morgen nicht gelb, der Volks Rock 'n' Roller singt übermorgen nicht im Kleid" (Bild: ZDF / ORF / Constanze Grießler)
  • 18. Dezember 2025, 05:36h 2 Min.

Einst klagte Andreas Gabalier darüber, wie sehr er als Hetero diskriminiert werde und wie abstoßend "schmusende Männlein" seien. Dann veröffentlichte der österreichische "Volks-Rock'n'-Roller" zur großen Überraschung 2021 mit "Liebesleben" eine Art queere Hymne (queer.de berichtete). "Ob Frau und Mann oder Mann und Mann, oder zwei Mädchen dann, irgendwann – Wenn der Forrest Gump nicht mehr laufen kann, ist es Liebe, ist es Leben, dann ist das die Liebe, dann ist das das Leben, dann ist das die Liebe, dann ist das das Leben", heißt es – ins Hochdeutsche übertragen – im Refrain.

Direktlink | Auf einmal queerfreundlich: Gabaliers Song "Liebesleben"
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Den plötzliche Imagewechsel nahmen 88,5 Prozent der queer.de-Leser*innen Gabalier in der damaligen Wochenumfrage nicht ab. Vier Jahre später hinterfragt nun auch der Volksmusiker die Veröffentlichung von "Liebesleben".

"Das war der einzige Flop meiner Laufbahn. Vielleicht wollten sie es auch einfach nicht von mir hören", sagt der Sänger in der am Mittwochabend ausgestrahlten 3sat-Doku "Hits, Herz und Heimat – Der Schlagerhype" (zu sehen in der 3sat-Mediathek). Am Ende sei jeder Mensch seine Marke, so Gabalier: "Coca-Cola ist morgen nicht gelb, der Volks Rock 'n' Roller singt übermorgen nicht im Kleid."

Schwule sollen sich "aus Respekt vor Kindern" öffentlich zurückhalten

In den vergangenen Jahren hatte sich Andreas Gabalier immer wieder queerfeindlich geäußert. So erklärte er 2015 nach einem Auftritt von ESC-Siegerin Conchita Wurst: "Man hat's nicht leicht auf dieser Welt, wenn man als Manderl noch auf ein Weiberl steht" (queer.de berichtete). Später legte er noch mehrere Äußerungen drauf, in denen er Homosexuelle aufforderte, Heterosexuellen nicht die Bühne zu stehlen. So behauptete er etwa, dass es zu viele "schmusende Männlein" in der Öffentlichkeit gebe oder dass sich Homosexuelle "aus Respekt vor Kindern" öffentlich zurückhalten sollten.

Seine queerfeindlichen Äußerungen hat Gabalier bis heute nicht öffentlich bereut. Stattdessen betonte er mehrfach, schwule Freunde zu haben (queer.de berichtete). 2022 behauptete er, dass Homophobie-Vorwürfe nur deshalb aufgekommen seien, weil er zu erfolgreich gewesen sei (queer.de berichtete).

"Mordsgaudi" in Frauenkleidern auf dem CSD?

Gleichzeitig setzte der Volksmusiker auf Anbiederung an die LGBTI-Community: Ein Jahr nach der Veröffentlichung von "Liebesleben" meinte er in einem Interview, dass er in Frauenkleidern auf dem CSD eine "Mordsgaudi" haben würde (queer.de berichtete).

Nach seiner Äußerung in der 3sat-Doku "Hits, Herz und Heimat – Der Schlagerhype" bleibt uns ein solcher Auftritt wohl erspart. (mize)

-w-