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  • 22. September 2006 7 1 Min.

Johannesburg (queer.de) - Erzbischof Desmond Tutu schämt sich wegen der Ablehnung von Homosexuellen für seine anglikanische Kirche. Das geht aus der ersten autorisierten Biografie des Friedensnobelpreisträgers hervor, die in Teilen heute veröffentlicht wurde. Das Buch "Rabble-rouser for Peace" (Amazon-Affiliate-Link ) ("Aufrüher für den Frieden") soll zu Tutus 75. Geburtstag am 7. Oktober herauskommen. Dort wird aus einem Brief an den früheren Chef der anglikanischen Weltkirche, Erzbischof George Carey, zitiert, in dem es unter anderem heißt: "Ich schäme mich dafür, Anglikaner zu sein". Grund für diese Aussage sei ein Beschluss der Kirche im Jahre 1998 gewesen, der festlegte, dass schwule Sexualität "nicht vereinbar mit der Heiligen Schrift" sei. "Er fand es empörend, dass die Kirchenführer besessen waren vom Thema Sexualität, während Aids und Armut wüteten", so John Allen, Autor der Biografie, zur Nachrichtenagentur AP. (dk)

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-w-

#1 holga-waldaAnonym
  • 22.09.2006, 15:24h
  • das ist tutus klare und gerade linie, nicht zu korrumpieren, keine alters-demenz..

    z.b. spiegel interview 1985:

    spiegel: Wie lange kann die Minderheitsregierung noch überleben?

    tutu: So lange wie Kohl, Thatcher und Reagan sie schützen.

    spiegel: Die Geschäftswelt hat seit neuestem erkannt, dass viel Schwarze den Kampf gegen die Apartheid auch als einen Kampf gegen den Kapitalismus betrachten.

    tutu: Ich bewahre mir meine tiefe Abneigung gegen den Kapitalismus. Meine Erfahrung mit dem Kapitalismus hat mich gelehrt, dass er roh und unmenschlich ist. Er verlangt Wettbewerbsdenken und fördert einige der schlimmsten menschlichen Eigenschaften. Ich sähe viel lieber eine Gesellschaft, die fürsorglicher, mitleidiger wäre, mehr zum Teilen denn zum Raffen bereit. Im Grunde bin ich ein Sozialist.

    spiegel: Wie können Sie und die Kirche Ihre Nähe zu einer teilweise atheistischen Gruppe rechtfertigen?

    tutu: Leute wie Nelson Mandela waren lange Zeit gegen Kommunisten im ANC. Aber schon in der Zeit, als sie noch in Südafrika waren, haben die ANC-Führer gemerkt, dass die einzigen Weiße, die sie mit Respekt und wie Menschen behandelten, auch jene waren, die zur südafrikanischen Kommunistischen Partei gehörten....

    www.dadalos-d.org/deutsch/Vorbilder/vorbilder/tutu/1985.htm

    folglich ist tutu dem anc näher als seiner kirche, ohne nützlicher idiot gewesen zu sein oder zu werden.
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#2 stephan
  • 22.09.2006, 20:47h
  • Tutu war schön immer ein aufrechter Mann mit gesundem Menschenverstand und Mut! Davon gibt es in den Kirchen leider zu wenige!
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#3 SvenAnonym
  • 23.09.2006, 10:13h
  • Es ist auch zu hoffen, dass die anderen auf dem schwarzen Kontinent ihm zuhören und vielleicht sich einen Teil seiner Weisheit abschneiden.
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