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Jahresrückblick, Teil IX

Die 15 bedeutendsten Coming-outs des Jahres 2025

Viele Promis halfen mit ihren Coming-outs dabei, die queere Sichtbarkeit zu erhöhen: queer.de stellt die 15 bedeutendsten "Ach übrigens, ich bin..." des zu Ende gehenden Jahres vor.


Mika Brunold, Maud Angelica Behn und Felix Banaszak sind nur drei der Personen, die sich dieses Jahr in der Öffentlichkeit geoutet haben (Bild: Instagram / Mika Brunold, Instagram / Maud Angelica Behn, Nils-Leon Brauer)

Diese 15 queeren Prominenten haben sich 2025 als schwul, lesbisch, bi, pansexuell, queer, trans oder nichtbinär geoutet (in alphabetischer Reihenfolge):

Aubrey Anderson-Emmons (geb. 2007)


(Bild: ABC)

Fans der Sitcom "Modern Family" konnten der amerikanischen Schauspielerin Aubrey Anderson-Emmons beim Aufwachsen zuschauen. Die jetzt 18-Jährige spielte Lily, die aufmüpfige Adoptivtochter des schwulen Paares Mitch (Jesse Tyler Ferguson, li.) und Cam (Eric Stonestreet). Im Juni verriet sie anlässlich des Pride-Monats, dass sie als Bisexuelle selbst Mitglied der queeren Community ist.

Bain (geb. 2001)

(Bild: Archiv)

Song Byeong Hee, bekannt unter dem Namen Bain, gehört zu den populärsten Sängern in Südkorea. Im April verriet der aus der Boygroup JUST B bekannte Künstler bei einem Auftritt in Los Angeles, dass er queer sei. Und er dankte einer US-Sängerin dafür, dass er mit 23 Jahren diesen Schritt wagen kann: "Ein großes Lob an meine Königin Lady Gaga, die mir gezeigt hat, wie schön es ist, man selbst zu sein."

Felix Banaszak (geb. 1989)

(Bild: Nils-Leon Brauer)

Geradezu nebenbei erzählte Grünenchef Felix Banaszak im Juli in einem Interview von seiner Bisexualität. Nach seiner Parteifreundin Ricarda Lang ist er damit erst die zweite bisexuelle Person, die eine der großen Parteien in Deutschland anführt.

Maud Angelica Behn (geb. 2003)
Coming-outs im Königshaus waren bislang – gelinde gesagt – schwierig. In Norwegen ist das aber offenbar kein Problem mehr: Maud Angelica Behn, die Tochter von Prinzessin Märtha Louise, outete sich im Sommer auf dem CSD Oslo als bisexuell. Den Pride besuchte sie dabei mit ihrer königlichen Mutter und deren Ehemann, dem ebenfalls offen bisexuellen Amerikaner Durek Verrett.

Mika Brunold (geb. 2004)
In vielen Männer-Sportarten sind Coming-outs noch immer praktisch undenkbar. Aber es tut sich etwas: Der Schweizer Tennisprofi Mika Brunold outete sich Ende November als schwul – und begründete das damit, dass seiner Meinung nach im Sport noch nicht genug über das Thema gesprochen werde. Derzeit gibt es mit dem Brasilianer João Lucas Reis da Silva nur einen weiteren geouteten Spieler im Profi-Tennis.

Shirin David (geb. 1995)

(Bild: joyn)

Mit Nummer-1-Hits wie "Gib ihm" und "Bauch Beine Po" gehört Shirin David zu den größten Stars der deutschen Popmusik. Im Februar sprach sie erstmals über ihre Bisexualität. Anlass war die Bundestagswahl – und die Angst vor einer erstarkenden AfD. Zudem sprach sie an, wie schwierig es heute Bisexuelle immer noch haben: "Leute hassen es, wenn sie dich nicht einordnen können. Aber für mich ist es etwas ganz Natürliches, mich zu Männern und Frauen hingezogen zu fühlen." In der Vergangenheit hatte David mit den Homo-Hassern Mert Eksi und Xavier Naidoo zusammengearbeitet.

Barry Diller (geb. 1942)
Mit 83 Jahren ist Barry Diller, der langjährige Ehemann von Modeschöpferin Diane von Fürstenberg, der älteste auf dieser Liste – und zeigt, dass es nie zu spät für ein Coming-out ist. Der Milliardär und frühere Paramount-Chef berichtete auch, wie schwierig es früher für Schwule in der Unterhaltungsbranche gewesen sei. Er sprach von einer "tyrannischen Angst vor Entdeckung", die sein persönliches Leben stark eingeschränkt habe. Trotz des beruflichen Erfolgs lebte der Medienmogul demnach ein "größtenteils karges und arbeitsbestimmtes Dasein".

Julia Fox (geb. 1990)

(Bild: Archiv)

Die italienisch-amerikanische Schauspielerin Julia Fox, die 2022 große mediale Aufmerksamkeit durch ihre kurze Beziehung mit Kanye West bekam, outete sich im August als pansexuell. "Wenn es nur ums Körperliche geht, fühle ich mich mehr vom weiblichen Körper angezogen", erzählte sie. "Männer geben mir [körperlich] nichts, aber ich kann mich vom Kopf eines Mannes angezogen fühlen."

Laura Freigang (geb. 1998)
Das Coming-out von Spitzen-Fußballerin Laura Freigang war ungewöhnlich: Sie meldete sich im Sommer aus dem Urlaub und zeigte in einem nur achtsekündigen TikTok-Video, dass sie mit ihrer Freundin die freien Tage genießt. Knapp zwei Monate später erklärte sie, dass das Coming-out ein Versehen und das Video eigentlich so nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war. Im Männerfußball, in dem sich bislang noch nie ein aktiver Spieler in Deutschland geoutet hat, wäre das eine Riesenstory gewesen – bei den Frauen sorgte dies aber für kaum mediale Aufmerksamkeit.

Yared Nuguse (geb. 1999)
Der US-Mittelstreckenläufer Yared Nuguse outete sich im April in einem zuckersüßen Instagram-Beitrag mit den Worten: "Hier ist mein Boyfriend, Julian." Dabei veröffentlichte er mehrere Bilder, die ihn und seinen Freund zeigten.

Villads Raahauge Jensen (geb. 1996)
Der dänische Handballprofi Villads Raahauge Jensen sprach im Januar als einer der ersten in seinem Sport über seine Homosexualität. Das Versteckspiel, so der damals 28-Jährige, habe ihn fertig gemacht: "Wenn man einen großen Teil Ihrer Persönlichkeit vor praktisch allen Menschen verbirgt, kann man nie zu hundert Prozent sich selbst sein." Er hoffe nun, mit seiner Offenheit Nachwuchssportlern ein Vorbild sein zu können.

Martina Sáblíková (geb. 1987)
Eisschnellläuferin Martina Sáblíková aus Tschechien hat viele Preise gewonnen, darunter drei olympische Goldmedaillen. Im April stellte sie dann ihre Freundin vor, ihre Teamkollegin Nikola Zdráhalová. Sie deutete an, dass das Coming-out aber nicht ganz freiwillig war: Sie erklärte, sie habe schon länger das Gefühl gehabt, "dass einige Leute versucht haben, in meinem Namen zu sprechen, und das wurde mir ein bisschen zu viel".

Erik Shoji (geb. 1989)
Mit 35 Jahren outete sich im Juni der amerikanische Volleyball-Nationalspieler Erik Shoji, der früher auch in Deutschland gespielt hatte. Er habe viel Zeit gebraucht, um "persönliche Akzeptanz" zu finden, verriet er. Heute fühle er sich aber stärker, selbstbewusster und sicherer als je zuvor.

Andrzej Stękała (geb. 1995)

(Bild: IMAGO / Newspix)

Auch in der Welt des Skisports sind Coming-outs eher rar: Daher überraschte der polnische Profi Andrzej Stękała am Neujahrstag mit einem emotionalen Statement: "Jahrelang habe ich im Verborgenen gelebt, mit der Angst, dass das, was ich bin, alles zunichtemachen könnte, wofür ich so hart gearbeitet habe. Heute jedoch will ich nicht mehr weglaufen", schrieb er damals. Der WM-Dritte von 2021 schrieb: "Ich möchte, dass ihr mich wirklich kennenlernt. Ich bin schwul."

Linda Teodosiu (geb. 1991)

(Bild: Archiv)

Die Sängerin und ehemalige DSDS-Teilnehmerin Linda Teodosiu ist schon seit über einem Jahrzehnt ein fester Bestandteil der deutschen Musikszene. Im März sprach sie erstmals über ihr Lesbischsein – und stellte ihre Freundin vor. "Ich möchte der Welt einfach zeigen, dass das meine zweite Hälfte ist", so begründete die Kölnerin ihren Schritt.

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