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- 04. Februar 2004 1 Min.
Köln Die Staatsanwaltschaft hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Kölner Kardinal Joachim Meisner wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung eingestellt. Die umstrittene Rede des Erzbischofs in Budapest Ende Oktober sei "unter dem Gesichtspunkt der freien Meinungsäußerung strafrechtlich nicht zu beanstanden", erklärte die Kölner Staatsanwaltschaft am Dienstag. Dem Kardinal war in neun Strafanzeigen unter anderem vorgeworfen worden, er habe Homosexuelle beleidigt. Doch die von mehreren Privatpersonen und dem LSVD in Köln angezeigte angebliche Äußerung, Homosexuelle seien "ein Gift, das der europäische Mensch ausschwitzen" müsse, habe dieser nicht getätigt, so die Staatsanwaltschaft nach der Anhörung von Meisners Sekretär und eines Journalisten, der das Zitat damals im "Kölner Stadt-Anzeiger" verbreitete. "Meisner hat allgemein über Homosexualität aus Sicht der katholischen Moral, nicht aber über Homosexuelle gesprochen. Somit sind auch keine Äußerungen gegen homosexuelle Menschen getätigt worden", so die Staatsanwaltschaft. (nb)











Und wieder einmal haben sich die Juristen nicht getraut, sich einzumischen, aufzuschreien gegen gesprochenes Unrecht.
Dies scheint immer häufiger dann der Fall zu sein, wenn es um Rechte von Schwulen und Lesben oder sonstigen Minderheiten geht. (Ich weiss wovon ich rede - ;-) Wir sind von einem liberalen Denken und Handeln Verantwortlicher noch sehr weit entfernt. Und was spielt es letztendlich für eine Rolle, ob eigene Meinung oder Moral der Kirche - gesagt ist gesagt und Beleidigung ist Beleidigung.
Da bleibt nur eins - der Kirche den Rücken zu kehren. ...
auch wenn geschrieben steht "Liebe deinen Nächsten - wie Dich selbst.." Dies scheinen jedoch selbst für Kardinäle und Kirchenmenschen nur leere Worte zu sein.