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Hudson Williams

"Heated Rivalry"-Star: Ungeoutete schwule Sportler melden sich bei mir

Die schwule Serie "Heated Rivalry" wird offenbar auch von Eishockey-Profis geschaut, die ihre Homosexualität verheimlichen. Der Hauptdarsteller Hudson Williams berichtet nun davon, dass sich einige bei ihm gemeldet hätten.


Die berühmte Zigarette danach in Folge 2 von "Heated Rivalry" mit Shane Hollander (Hudson Williams, li.) und Ilja Rosanow (Connor Storrie) (Bild: Crave)
  • 9. Januar 2026, 12:44h 3 Min.

Der kanadische Schauspieler Hudson Williams ist von mehreren schwulen Sportlern kontaktiert worden, die sich in der Öffentlichkeit nicht geoutet haben. Das verriet der Hauptdarsteller der Serie "Heated Rivalry" in der Radiosendung des schwulen US-Moderators Andy Cohen.

"Es gibt Leute, die sich anonym melden und sagen: 'Ich bin immer noch aktiver Profisportler und noch ungeoutet'", erzählte der 24-Jährige und fügte hinzu, er habe Nachrichten von "Eishockeyspielern, Footballspielern und Basketballspielern" bekommen.

"Sie wenden sich an Rachel [Reid], unsere Autorin, die diese netten anonymen E-Mails dann weiterleitet." Manche würden sich privat über Instagram melden, ergänzte er. "Und das sind die Nachrichten, die einen wirklich treffen und bei denen man denkt: 'Okay, das ist einerseits eine unterhaltsame, feierliche Serie – aber andererseits trifft das manche Menschen direkt ins Mark.'"

"Heated Rivalry" war der Überraschungserfolg des letzten Jahres. Die kanadische Serie war im November auf den Streamingplattformen Crave in Kanada und HBO Max in den USA angelaufen. Auf Crave war es die erfolgreichste Eigenproduktion der Geschichte, auf HBO Max zählt sie zu den Top-5-Scripted-Debüts des Jahres, obwohl die Plattform praktisch keine Werbung für die ausländische Produktion gemacht hatte. Die Serie wurde insbesondere in Nordamerika stark diskutiert – so fühlten sich viele an eigene Erfahrungen im Mannschaftssport erinnert, etwa das Verstecken der eigenen Identität.

Die sechsteilige erste Staffel von "Heated Rivalry" basiert auf dem gleichnamigen Roman der kanadischen Autorin Rachel Reid und erzählt von den Eishockeyspielern Shane Hollander (Hudson Williams) aus Kanada und Ilya Rozanov (Connor Storrie) aus Russland. Die beiden sind auf dem Eis einer fiktiven amerikanisch-kanadischen Eliteliga erbitterte Rivalen. Privat verbindet sie aber eine heiße Liebesaffäre, die ihren Karrieren erheblich schaden könnte – was die beiden in der Serie auch offen diskutieren.

Die Buchvorlage gehört zu einer sechsteiligen Reihe, die romantische Geschichten über homosexuelle Eishockeyspieler erzählt. Band sechs "The Long Game" erzählt erneut von Hollander und Rozanov und soll zum Großteil die Vorlage für eine bereits bestätigte zweite Staffel sein (queer.de berichtete).

Deutsche Fans müssen sich noch gedulden

In Deutschland ist "Heated Rivalry" bislang noch nicht (legal) erhältlich. Die erste Staffel wird erst am 6. Februar 2026 auf der Streamingplattform HBO Max veröffentlicht.

In der National Hockey League, der realen amerikanisch-kanadischen Eishockey-Eliteliga, hat sich bislang nur ein unter Vertrag eines Teams stehender Spieler geoutet: 2021 erklärte Luke Prokop, dass er schwul sei (queer.de berichtete). Er schaffte allerdings nicht den Sprung ins erste Team und spielt bis heute in niedrigeren Ligen. Bislang machte noch nie ein offen schwuler Spieler in einem NHL-Spiel mit. In anderen Ländern gab es nur wenige Coming-outs: So sprach der dänische Bundesligaspieler Jon Lee-Olsen 2019 über seine Homosexualität (queer.de berichtete). (dk)

Galerie:
Heated Rivalry
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