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- 25. September 2006 2 Min.
Britische Wissenschaftler glauben, dass sich Raucher bis zu drei Mal eher mit HIV infizieren.
Von Dennis Klein
Die guten Zeiten für Raucher sind vorbei: Nachdem Studien in den letzten Jahren stets argumentiert haben, dass die Glimmstängel weit gesundheitsschädlicher sind als bisher angenommen, soll Rauchen nun auch die Gefahr einer HIV-Ansteckung erhöhen. Das ist das Ergebnis einer Studie britischer Wissenschaftler, die jetzt im Magazin "Sexually Transmitted Infections" veröffentlicht worden ist.
Die Forscher haben dazu mehrere ältere wissenschaftliche Arbeiten aus aller Welt analysiert. Sechs von über 3.000 Studien über die Immunschwächekrankheit haben die Verbindung zwischen HIV und dem Qualmen analysiert. Fünf von ihnen sahen ein zwischen 60 und 300 Prozent erhöhtes Risiko für Raucher, sich mit dem Virus anzustecken. Als Grund für die erhöhte Gefährdung vermuten die Wissenschaftler, dass beim Rauchen die Immunreaktionen verändert werden. So werde die Produktion von Antikörpern reduziert und die Aktivität der weißen Blutkörperchen beeinflusst. Wegen diesen Ergebnissen würde es HIV-Prävention effektiver machen, wenn besonders junge Menschen vom Zigaretten-Konsum abgehalten werden könnten, resümieren die Wissenschaftler.
Des weiteren suchten sie nach Arbeiten, die den Zusammenhang zwischen Zigaretten-Konsum und dem Fortschreiten von Aids untersuchen. Hier gibt es scheinbar eine Entwarnung für die Marlboro-Fans: Neun von zehn Studien zu diesem Thema haben keinen Zusammenhang zwischen Rauchen und einem erhöhten Fortschreiten der Immunschwächekrankheit gefunden.
Allerdings heiße das nicht, dass HIV-Positive fröhlich weiterqualen sollen. "Wir wissen, dass Tabak in die Blutbahn gelangt und das Immunsystem dort beeinflusst", erklärt Dr. Andrew Furber, Hauptautor des Berichts. Er verweist darauf, dass die meisten Studien in den 80er und 90er Jahren ausgeführt worden seien, bevor Aids-Kranke mit antiretroviralen Medikamenten behandelt werden konnten. Diese Kombinationstherapie kann seit 1996 den Ausbruch von Aids verhindern, Patienten müssen aber ein Leben lang starke Medikamente mit diversen Nebenwirkungen schlucken. Und auf diese Medikamente kann der Glimmstängel durchaus Einfluss haben: Anfang dieses Jahres hat eine große US-Studie herausgefunden, dass Frauen 36 Prozent eher eine Aids-spezifische Krankheit innerhalb von fünf Jahren entwickeln als Nichtraucher, obwohl sie antiretrovirale Medikamente genommen haben. Die Wissenschaftler erinnern zudem daran, dass HIV-positive wie -negative Raucher natürlich ihre Lebenserwartung wegen der üblichen Begleiterscheinungen - Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenkrebs - um durchschnittlich mehrere Jahre verkürzen.
25. September 2006















HIV bekommt man vom Poppen ohne Kondom - das gilt für
Raucher wie für Nichtraucher. Oder will hier einen behaupten,
man(n) könnte bareback poppen, wenn man nur nicht raucht?
Vielleicht reicht es auch Bus zu fahren um sich nicht mit HIV
anzustecken? Weniger Kaffee trinken soll auch helfen *lach*