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- 16. Januar 2026, 06:41h 2 Min.

Symbolbild (Bild: IMAGO / Rouzbeh Fouladi)
Nach Angriffen auf ein alternatives Wohnprojekt und einen Jugendclub in Cottbus wollen am Freitagabend (18 Uhr) Menschen gegen rechte Gewalt auf die Straße gehen. Unter dem Motto "Ihr greift uns an – wir stehen zusammen" ist eine Demonstration vom Hauptbahnhof durch die Cottbuser Innenstadt geplant. Die Initiative "Unteilbar Südbrandenburg" erwartet dazu etwa 300 Teilnehmer*innen, wie eine Sprecherin des Bündnisses sagte. Die Polizei begleitet die Demonstration.
Es sei Zeit, ein Zeichen zu setzen gegen rechte Strukturen und für eine Gesellschaft frei von Diskriminierung und Rassismus, teilte "Unteilbar Südbrandenburg" mit. "People Of Colour, Menschen mit Behinderung, LGBTIQ* und alle, die sie als ihr politisches Feindbild identifizieren, sind immer größeren Bedrohungen ausgesetzt." Es gibt Aufrufe, auch von Berlin aus zur Demonstration zu fahren.
Nach den Angriffen in Cottbus ist der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz eingeschaltet. Zuletzt wurde das alternative Wohnprojekt "Zelle 79" Ende Dezember mit Pyrotechnik beschädigt, in einem anderen Fall wurde ein Briefkasten mit einem Böller gesprengt. Schon im Mai hatten mehrere Unbekannte das Gelände mit Böllern und Fackeln attackiert. Die Betroffenen sprachen von einem versuchten rechtsextremen Brandanschlag. Der Schutz des Hauses sollte erhöht werden.
Ende November wurden zudem an den alternativen Jugendclub Chekov in Cottbus rechte Parolen gesprüht. Im Oktober kam es nur wenige Tage vor dem CSD zu einem mutmaßlichen Brandanschlag auf das queere Zentrum Regenbogenkombinat (queer.de berichtete). Auch an anderen Orten in Südbrandenburg gab es Angriffe auf Jugendeinrichtungen. (cw/dpa)















