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Für AppleTV-Serie
Set-Bilder: Jude Law und Andrew Garfield werden zu Siegfried und Roy
Kaum wiederzuerkennen: Die Hollywoodstars Jude Law und Andrew Garfield stehen derzeit für eine AppleTV-Serie über das legendäre Illusionisten-Duo Siegfried und Roy vor der Kamera.

Andrew Garfield (l.) und Jude Law verkörpern ein berühmtes schwules Duo (Bilder: Colleen Sturtevant / wikipedia, Harald Krichel / wikipedia)
- 17. Januar 2026, 11:35h 2 Min.
Hollywood verneigt sich vor zwei schwulen deutschen Showlegenden: Für eine neue AppleTV-Serie schlüpfen Jude Law (53) und Andrew Garfield (42) in die Rollen von Siegfried Fischbacher (1939-2021) und Roy Horn (1944-2020). Aktuelle Set-Fotos von Journalist Jeff Sneider, die er bei X teilte, zeigen die beiden Schauspieler erstmals in voller Kostümierung – und die Ähnlichkeit mit den verstorbenen Illusionisten ist frappierend.
/ TheInSneiderA peek from the set of WILD THINGS starring Jude Law and Andrew Garfield as Siegfried & Roy… pic.twitter.com/TP8WBif2TY
Jeff Sneider (@TheInSneider) January 15, 2026
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Law trägt eine platinblonde Vokuhila-Perücke, eine übergroße Pilotenbrille und eine Lederjacke. Garfield hingegen setzt als Roy auf einen auffälligen blauen Blazer, Schiebermütze und einen akkurat gestutzten Kinnbart.
Podcast als Vorlage
Die Miniserie basiert auf dem erfolgreichen Podcast "Wild Things: Siegfried & Roy" und verspricht laut Ankündigung einen tiefen Einblick in die außergewöhnliche Beziehung der beiden Showgrößen. Die Handlung soll nachzeichnen, wie das deutsch-amerikanische Duo gemeinsam mit seinen weißen Tigern Las Vegas in ein familienfreundliches Reiseziel verwandelte, so "Variety". Dabei habe das schwule Gespann die Grenzen zwischen Illusion und Realität immer weiter ausgereizt – beruflich wie privat – bis eine Tragödie alles veränderte.
Wann genau "Wild Things" bei AppleTV zu sehen sein wird, ist bislang nicht bekannt. Der Streamingdienst hält sich mit weiteren Details zur Produktion noch bedeckt.
Eine Tiger-Attacke beendete die Karriere
Der aus Rosenheim stammende Siegfried Fischbacher und der bei Bremen geborene Roy Horn lernten sich 1960 auf einem Kreuzfahrtschiff kennen. Sie arbeiteten dort beide als Kellner, traten dann gemeinsam als Zauberkünstler auf. Die beiden waren auch privat ein Paar. 1998 trennten sie sich, blieben jedoch eng befreundet. Über ihre Homosexualität sprachen sie erstmals 2007 öffentlich (queer.de berichtete).
Ab den 1970er Jahren wurden Siegfried & Roy zu festen Größen in Las Vegas. Ihr Markenzeichen: die spektakulären Auftritte mit seltenen weißen Tigern. 1988 nahmen beide die amerikanische Staatsbürgerschaft an und unterzeichneten im selben Jahr einen Fünfjahresvertrag mit dem Mirage-Hotel, der ihnen 57,5 Millionen US-Dollar garantierte. Sie galten damit als die bestbezahlten Live-Entertainer ihrer Zeit. Ihre 1990 gestartete Show im Mirage zählt bis heute zu den aufwendigsten und teuersten Bühnenshows der Geschichte.
Ihre beeindruckende Showkarriere fand am 3. Oktober 2003 ein tragisches Ende: Der Tiger Mantacore attackierte Roy auf der Bühne und verletzte ihn schwer am Hals. Nach dem Vorfall standen Siegfried und Roy nur noch ein einziges Mal gemeinsam auf der Bühne – bei einer Benefizveranstaltung im Februar 2009. Roy Horn verstarb im Jahr 2020 an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung, Siegfried Fischbacher folgte ein Jahr später – er erlag einem Krebsleiden. (spot/cw)
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