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Segen für eine Schnecke in der Kirche San Antón in Madrid (Bild: IMAGO / SOPA Images)

Während die Segnung von lesbischen und schwulen Paaren in der katholischen Kirche noch immer keine Selbstverständlichkeit ist, wurde am Samstag in Madrid eine Schnecke von einem katholischen Priester gesegnet. Das Weichtier saß dabei wohlbehütet in einem Marmeladenglas mit einem Salatblatt und wurde vor der Kirche San Antón in Madrid mit etwas Weihwasser beträufelt.

Die kuriose Zeremonie, bei der immer am 17. Januar Tausende Haustiere aller Art bei dem Fest zu Ehren des Schutzheiligen der Tiere, San Antón, gesegnet werden, ist Teil einer alten Tradition, die bis auf das Mittelalter zurückgeht. Früher waren es vor allem Landwirt*­innen, die ihre Nutztiere unter den Schutz Gottes stellen wollten. Später wandelte sich die Tradition, und inzwischen werden vor allem Katzen und Hunde gesegnet.

In Madrid nehmen Herrchen, Frauchen und Nichtbinärchen den Ehrentag besonders ernst – und erdulden vor der Kirche San Antón jedes Jahr teils stundenlange Wartezeiten, damit ihre tierischen Lieblinge etwas Weihwasser abbekommen. In früheren Jahren waren auch schon Schlangen und Meerschweinchen, Schildkröten und Igel gesegnet worden. (mize/dpa)

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