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  • 21. Januar 2026, 14:06h 2 Min.

Symbolbild: Braunschweiger Löwe (Bild: Daderot / wikipedia)

Zur Aufarbeitung der lokalen queeren Geschichte werden in Braunschweig Materialien aus der LGBTI-Community gesucht. Die Geschichte von queeren Menschen sei bislang kaum dokumentiert, teilte die Stadt mit. Dabei hätten sie auch in Braunschweig seit Jahrzehnten für Anerkennung, Rechte und Sichtbarkeit gekämpft.

In Kooperation der Stadt Braunschweig mit dem Verein für sexuelle Emanzipation hat sich dazu der Arbeitskreis Queere Geschichte Braunschweig gegründet. Ziel ist der Aufbau eines Archivs zur lokalen queeren Geschichte seit dem Ende des Nationalsozialismus. Gesucht werden unter anderem private Dokumente, Fotos, Briefe, Tagebücher, Flugblätter, Plakate, Vereinsunterlagen, Zeitungsausschnitte sowie Ton- und Videoaufnahmen. Auch Hinweise auf Treffpunkte, Aktionen oder politische Initiativen sowie Zeitzeug*­innen, die ihre Erfahrungen teilen möchten, sind willkommen.

Sozialdezernentin Christina Rentzsch betonte, viele queere Lebensrealitäten seien aus Angst vor Verfolgung oder Diskriminierung kaum festgehalten worden. "Umso wichtiger ist es, vorhandenes Wissen jetzt zu sichern, bevor es verloren geht", sagte Rentzsch. Die Materialien würden sensibel behandelt und historisch eingeordnet, auf Wunsch auch anonymisiert. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt eine Historikerin.

Das geplante Archiv soll im queeren Zentrum Braunschweigs angesiedelt werden und langfristig für Bildungsarbeit, Forschung und Öffentlichkeit zugänglich sein. Interessierte können sich an die Koordinationsstelle LSBTIQ* der Stadt Braunschweig oder an den Verein für sexuelle Emanzipation wenden (Telefon 0531-470-7370 oder 0531-61515757). Jede Erinnerung und jedes Dokument könne einen Beitrag leisten. (cw)

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