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Australien
Ehemaliger Basketball-Profi AJ Ogilvy outet sich als schwul
Vier Jahre nach dem Ende seiner Karriere hat sich der frühere australische Basketball-Nationalspieler Andrew "AJ" Ogilvy als homosexuell geoutet. Von 2012 bis 2013 spielte er auch in Deutschland.

Archivbild: Andrew "AJ" Ogilvy im Jahr 2021 (Bild: IMAGO / AAP)
- 23. Januar 2026, 06:06h 2 Min.
Der frühere australische Basketball-Nationalspieler Andrew "AJ" Ogilvy hat sich als schwul geoutet. Der 37-Jährige machte seine Entscheidung in einem Interview mit dem aktuellen Adelaide-36ers-Profi Isaac Humphries öffentlich – im Rahmen der vierten Pride Round der australischen Profiliga NBL.
"Es gibt jetzt einen Raum für dieses Gespräch, in dem wir so offen darüber sprechen können", sagte Ogilvy zu den Gründen für sein Coming-out. Sichtbarkeit sei wichtig, um für andere ein Ansprechpartner zu sein und Gespräche zu ermöglichen.
Er absolvierte 218 Spiele in der australischen Liga
Ogilvy gehörte zu den prägenden Centern der NBL und wurde dreimal in das All-NBL First Team gewählt. Insgesamt absolvierte er 218 Spiele in der australischen Liga. Zudem spielte er in Spanien, der Türkei und von 2012 bis 2013 auch in Deutschland, wo er mit den Brose Baskets aus Bamberg die Meisterschaft in der Basketball-Bundesliga gewann. Den Großteil seiner NBL-Karriere verbrachte er bei den Illawarra Hawks, die er 2017 ins Finale führte. 2022 beendete er seine Laufbahn.
Der frühere Profi berichtete, seit 18 Monaten mit seinem langjährigen Partner verheiratet zu sein. Kennengelernt hatte sich das Paar während Ogilvys Zeit bei den Sydney Kings in der Saison 2013/14. Einige Mitspieler hätten von der Beziehung gewusst, ein öffentliches Coming-out während der aktiven Karriere habe sich für ihn jedoch nicht richtig angefühlt. "Ich habe mein Leben wahrscheinlich nicht so authentisch gelebt, wie ich es hätte können", sagte Ogilvy.
Inspiriert von Isaac Humphries Coming-out
Mut habe ihm unter anderem Isaac Humphries gemacht. Der Australier hatte sich 2022 als Spieler von Melbourne United geoutet und war nach NBA-Profi Jason Collins der zweite aktive männliche Basketballprofi, der diesen Schritt öffentlich ging (queer.de berichtete).
Humphries begrüßte Ogilvys Coming-out: "Es geht nicht darum, etwas zu erzwingen oder so, es geht nur darum, einer Community ein bisschen Sichtbarkeit zu verschaffen", sagte er. "Jeder Mensch ist willkommen. Basketball ist ein so universeller Raum und ein universelles Spiel, warum sollten wir diese Community nicht auch feiern?" (cw)














