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Nordrhein-Westfalen
Mann soll sexuelle Handlungen an Leichen vorgenommen haben
- 23. Januar 2026, 11:57h 1 Min.
Ein 39-Jähriger wird verdächtigt, in Bünde im Kreis Herford sexuelle Handlungen an zwei Leichnamen, einem verstorbenen Mann und einer verstorbenen Frau, vorgenommen zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Kreispolizeibehörde Herford mitteilten, soll der Beschuldigte aus Hiddenhausen bis Ende Juni 2025 Hilfstätigkeiten in einem Krankenhaus in Bünde ausgeübt haben. Darunter fielen den Angaben zufolge auch Reinigungsarbeiten in der Prosektur, dem Krankenhausbereich, in dem verstorbene Patienten vorübergehend aufbewahrt werden.
Es werde wegen des Vorwurfs der Störung der Totenruhe in zwei Fällen Mitte Juni und Ende Dezember vergangenen Jahres ermittelt, so die Polizei. Dabei gehe es um eine weibliche und eine männliche erwachsene Person. Die Auffindesituation der Leichname und das Spurenbild vor Ort hätten Hinweise auf die mögliche Vornahme sexueller Handlungen ergeben.
Am Mittwoch wurde daraufhin die Wohnung des Verdächtigen durchsucht. Ferner sei ihm eine Speichelprobe für einen DNA-Vergleich entnommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die bei der Durchsuchung sichergestellten Datenträger und das erlangte Spurenmaterial würden derzeit ausgewertet.
Eine Störung der Totenruhe ist strafbar nach Paragraf 168 des Strafgesetzbuches. Der Paragraf besagt, dass es strafbar ist, wenn jemand respektlos mit Toten oder Grabstätten umgeht. Darauf steht eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. (dpa/cw)
















