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Roman

Wenn der junge Bergbauer den Förster liebt

In seinem Debütroman "Verloren im rauen Land" thematisiert Markus Stolzbauer queere Nähe, Zuneigung und Identität im ländlichen Raum.


"Verloren im rauen Land" setzt auf eine ruhige, literarische Erzählweise mit knappen Dialogen und viel atmosphärischem Raum

"Verloren im rauen Land" erzählt von dem, was selten ausgesprochen wird, aber tief empfunden ist: von stiller Zuneigung zwischen Männern, von Nähe, die sich leise entwickelt, getragen von Sehnsucht und Verlangen. In einem abgelegenen Tiroler Hochtal begegnen sich der junge Bergbauer Kilian und der Förster Leo. Was sie zunächst verbindet, ist die gemeinsame Leidenschaft für das Enduro-Fahren. Daraus entsteht eine Freundschaft, die sich allmählich vertieft und an Intensität gewinnt.

Verborgene Liebe zweier Männer im bäuerlichen Umfeld


"Verloren im rauen Land" ist als Taschenbuch und E-Book erschienen

Kilian ist zugleich in Sabrina verliebt, die er heiraten möchte. Leo wiederum ringt mit seinen Gefühlen zwischen familiären Erwartungen, Pflichtbewusstsein und dem eigenen Begehren. Eingebettet in die raue Welt des Hochgebirges und den Alltag zwischen Stall, Wald, Familie und Dorfwirt entfaltet der Roman eine Geschichte von innerer Zerrissenheit und der Kraft, die im Schweigen liegt.

Mit seinem Debüt macht Markus Stolzbauer eine Erfahrung literarisch sichtbar, die im deutschsprachigen Alpenraum bislang selten erzählt wurde: die zurückhaltende, oft verborgene Liebe zweier Männer im bäuerlichen Umfeld eines abgeschiedenen Hochtals. Der Autor lebt selbst in einem Tiroler Gebirgstal – einer Landschaft, die zugleich archaisch, wunderschön und fordernd ist. Bestimmte Themen bleiben hier unausgesprochen, Zuneigung zwischen Männern gehört vielerorts noch immer dazu, besonders dort, wo traditionelle Rollenbilder den Alltag prägen.

Stolzbauer veröffentlicht den Roman bewusst unter einem Pseudonym. In vielen alpinen und ländlichen Regionen sei es nach wie vor schwierig, offen dazu zu stehen, dass sich Begehren auch auf Männer richten kann. Diese Erfahrung spiegelt sich in der Erzählung wider: Die Nähe zwischen Kilian und Leo entsteht in unscheinbaren Momenten des Alltags – bei der Arbeit, in der Stille des Waldes, zwischen Routine, Verantwortung und unausgesprochenen Erwartungen.


"Verloren im rauen Land" (Amazon-Affiliate-Link ) setzt auf eine ruhige, literarische Erzählweise mit knappen Dialogen und viel atmosphärischem Raum. Die Berglandschaft wird zur Metapher für innere Konflikte, für Sehnsucht und den vorsichtigen Weg zu sich selbst. Statt einer lauten Coming-out-Geschichte entfaltet sich eine stille Erkundung queerer Nähe, Zuneigung und Identität im ländlichen Raum. (dd/pm)

Infos zum Buch

Markus Stolzbauer: Verloren im rauen Land. Roman. 253 Seiten. Independently published. Tirol 2025. Taschenbuch: 13,80 € (ISBN 979-8-271-89495-4). E-Book: 5,99 €

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