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- 30. Januar 2026, 08:04h 1 Min.
Der Berliner CSD e. V. hat die Berliner Landesregierung aufgefordert, den Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony offiziell zum Christopher Street Day 2026 einzuladen. Hintergrund ist die Anklage gegen Karácsony wegen Ermöglichung der verbotenen Pride-Demonstration im vergangenen Jahr in der ungarischen Hauptstadt (queer.de berichtete).
Berlin trage als Partnerstadt Budapests eine besondere Verantwortung für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftliche Vielfalt, erklärte der Verein am Donnerstag in einer Pressemitteilung. "Wenn ein demokratisch gewählter Bürgermeister dafür angeklagt wird, dass er eine friedliche Demonstration ermöglicht, ist das ein direkter Angriff auf die Grundpfeiler der Demokratie", so der CSD-Vorstand. Berlin müsse als Partnerstadt sichtbar Solidarität zeigen.
Neben einer Einladung des Budapester Bürgermeisters spricht sich der Verein auch für eine offizielle Einladung von Vertreter*innen des Budapest Pride zum Berliner CSD 2026 aus. "Eine offizielle Einladung nach Berlin wäre ein starkes Signal für Austausch und Zusammenhalt", erklärte der Vorstand. "Sie würde zeigen, dass Berlin an der Seite all jener steht, die sich auf kommunaler Ebene für Demokratie, Grundrechte und gesellschaftliche Vielfalt einsetzen."
Zugleich forderte der Verein die demokratischen Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus auf, sich öffentlich gegen das Vorgehen in Ungarn zu positionieren und ihre Unterstützung für den Budapester Bürgermeister zu erklären. (cw)















