Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?56718

Buchtipp

Die Geschichte der Frauen, die zurückschlagen

Das neue Buch "Fighting Like a Woman" von Andrea Böhm erzählt die oft verdrängte Geschichte von Frauen, die sich körperlich gegen Unterdrückung gewehrt haben.


"Fighting Like a Woman" zeigt, dass weibliche Stärke kein Ausnahmezustand, sondern ein historisch belegter Bestandteil gesellschaftlicher Realität ist
  • 1. Februar 2026, 10:57h 2 Min.

In Zeiten eines globalen antifeministischen Backlash richtet die Journalistin Andrea Böhm den Blick auf Frauen, deren Geschichten selten erzählt werden: Frauen, die sich gegen Unterdrückung und starre Geschlechtergrenzen nicht nur ideell, sondern mit ihrem Körper zur Wehr setzen. "Fighting Like a Woman" versammelt Reportagen aus unterschiedlichen Weltregionen und historischen Kontexten und zeigt, dass der Mythos von der naturgegebenen physischen Unterlegenheit von Frauen zu allen Zeiten herausgefordert wurde – im Ring, im privaten Raum und auf dem Schlachtfeld.

Das vermeintliche männliche Gewaltmonopol


"Fighting Like a Woman" ist als gebundene Ausgabe und E-Book erschienen

Ausgehend von der Frage, ob der weibliche Körper tatsächlich so wehrlos ist, wie es gesellschaftliche Erzählungen seit Generationen nahelegen, untersucht Böhm das vermeintliche männliche Gewaltmonopol. Auf ihren Reisen begegnet sie mexikanischen Ringerinnen, die sich spektakulär gegen die weibliche Opferrolle stemmen, kurdischen Milizionärinnen, die im Krieg von einer feministischen Utopie sprechen, sowie kenianischen und deutschen Schülerinnen, die lernen, Wut nicht zu unterdrücken, sondern als befreiende Kraft zu begreifen – und Selbstverteidigung als ihr Recht. Auch Männer kommen in diesen Begegnungen vor: als Verbündete, die Mädchen und Frauen in ihrem Kampf um körperliche und gesellschaftliche Selbst­bestimmung unterstützen.

Gemeinsam ist all diesen Geschichten die Überzeugung, dass ein selbstbewusstes Verhältnis zum eigenen Körper eine zentrale Voraussetzung für Gleichberechtigung ist. "Fighting Like a Woman" macht deutlich, dass weibliche Stärke kein Ausnahmezustand, sondern ein historisch belegter Bestandteil gesellschaftlicher Realität ist – und dass die Verdrängung dieser Erfahrungen selbst Teil patriarchaler Machtstrukturen war.

"Fighting Like a Woman" erzählt die vergessene Geschichte kämpfender Frauen. Das Buch ist jetzt als gebundene Ausgabe für 24 Euro sowie als E-Book für 19,99 Euro (Amazon-Affiliate-Link ) im Hamburger Rowohlt Verlag erschienen. Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagsseite.


Autorin Andrea Böhm (Bild: Gordon Welters/DIE ZEIT )

Andrea Böhm, Jahrgang 1961, arbeitete über zehn Jahre als Reporterin in den USA und schrieb unter anderem für die tageszeitung, Die Zeit und GEO. Seit 2006 gehört sie dem Politik-Ressort der Zeit an, deren Nahost-Korrespondentin sie von 2013 bis 2018 mit Sitz in Beirut war. Ihr Buch "Gott und die Krokodile. Eine Reise durch den Kongo" wurde 2011 für den Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse nominiert. Für ihre journalistische Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Theodor-Wolff-Preis, den Hansel-Mieth-Preis und den Werner-Holzer-Preis. Andrea Böhm lebt in Berlin. (dd/pm)

Infos zum Buch

Andrea Böhm: Fighting Like a Woman. 272 Seiten. Rowohlt Verlag. Hamburg 2026. Gebundene Ausgabe: 24 € (ISBN 978-3-498-00397-5). E-Book: 19,99 €

Informationen zu Amazon-Affiliate-Links:
Dieser Artikel enthält Links zu amazon. Mit diesen sogenannten Affiliate-Links kannst du queer.de unterstützen: Kommt über einen Klick auf den Link ein Einkauf zustande, erhalten wir eine Provision. Der Kaufpreis erhöht sich dadurch nicht.

-w-