https://queer.de/?56730
Auf Initiative der CDU
BVG beschildert Nollendorfplatz als "Regenbogenkiez"
- 2. Februar 2026, 15:28h 2 Min.

Die CDU-Politiker (v.l.n.r.) Carsten, Jan-Marco Luczak und Klaus Hackenschmied zeigen, wie das Schild einmal aussehen soll (Bild: CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg)
Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden die U-Bahnstation Nollendorfplatz künftig offiziell als "Regenbogenkiez" ausschildern. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) habe dem queerpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Klaus Hackenschmied, mitgeteilt, dass die BVG "auf die Haltestellenschilder einen entsprechenden Namenszusatz 'Regenbogenkiez' anbringen wird". Dabei solle auch die Regebogenfahne auf dem Schild gezeigt werden. Zuvor hatte sich die CDU-Fraktion des Bezirkes Tempelhof-Schöneberg für den Zusatz eingesetzt.
"Der Namenszusatz 'Regenbogenkiez' ist ein wichtiges politisches Signal für Vielfalt, Akzeptanz und Stolz auf die queere Tradition des Viertels und gegen Hass und Gewalt", erklärte Hackenschmied. "Dies ist ein großes und vor allem sichtbares Signal gerade jetzt in dieser Phase weiter zunehmender Gewalt gegen queere Menschen."
Bereits 2013 war am Nollendorfplatz eine nächtliche Regenbogen-Beleuchtung an der Kuppel installiert worden (queer.de berichtete). "Tag und Nacht weiß man nun, dass man am Herz der Regenbogenhauptstadt angekommen ist – eben im Regenbogenkiez", so Hackenschmied weiter.
Schielen auf Köln
Damit orientiert sich Berlin an der anderen queeren Metropole Köln: Dort haben die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) letztes Jahr an der Straßenbahnhaltestelle Rudolfplatz ein Schild in Regenbogenfarben angebracht (queer.de berichtete). Die Aktion im Szene-Viertel war eigentlich zeitlich begrenzt – allerdings erklärte die KVB wegen "zahlreichen positiven Rückmeldungen", dass die Regenbogenoptik auch nach dem Ende des CSD bestehen bleibe (queer.de berichtete).
Die Berliner Verkehrsbetriebe hatten knapp drei Wochen nach dem Kölner CSD bereits die Haltstelle Bundestag vorübergehend in Regenbogenfarben gekleidet (queer.de berichtete). Anlass war die Berliner Pride-Demonstration. In einer Erklärung begründete das städtische Unternehmen die Aktion mit dem von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) ausgesprochenen Regenbogenfahnenverbot zum Hauptstadt-CSD (queer.de berichtete). (cw)















