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Archivbild: Guido Westerwelle im Jahr 2013 (Bild: Dirk Vorderstraße / wikipedia)

Die ARD zeigt einen Dokumentarfilm über den schwulen ehemaligen FDP-Vorsitzenden und Außenminister Guido Westerwelle. Das Porträt mit dem Titel "Westerwelle" wird am Montag, den 9. März 2026 um 22:50 Uhr im Ersten ausgestrahlt.

Der Film des Regisseurs Jobst Knigge zeichnet den politischen und privaten Lebensweg Westerwelles nach, der über mehr als drei Jahrzehnte zu den prägenden und zugleich umstrittenen Akteur*­innen der deutschen Politik zählte. Beleuchtet werden sein Aufstieg in der FDP, der Wahlerfolg der Liberalen bei der Bundestagswahl 2009 sowie der anschließende Niedergang der Partei. Westerwelles Wirken als Parteivorsitzender, Vizekanzler und Außenminister wird ebenso thematisiert wie seine polarisierende politische Rolle.

Einen besonderen Schwerpunkt legt der Film auf die letzten Lebensjahre Westerwelles. Nach seiner Leukämie-Diagnose im Jahr 2015 sprach er öffentlich über den Einschnitt in seinem Leben. In ausführlichen Gesprächen mit dem Journalisten Dominik Wichmann berichtete Westerwelle über seine Biografie und seine Krankheit. Diese Tonaufnahmen sind erstmals öffentlich zu hören.

Ergänzt wird das Porträt durch Gespräche mit Westerwelles Ehemann Michael Mronz sowie mit politischen Weggefährt*­innen und Gegner*­innen, darunter Silvana Koch-Mehrin, Renate Künast, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Christian Lindner und Klaus Wowereit. Archivmaterial, teilweise bislang unveröffentlicht, vervollständigt das Bild eines Politikers, der als erster offen homo­sexueller Außenminister der Bundesrepublik in die Geschichte einging. (cw)

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