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Rapperin und Trump-Fan

Nicki Minaj reagiert mit Homophobie auf Grammy-Moderator

Einst galt Nicki Minaj als queere Ikone, nun hat sie ein neues Idol für sich entdeckt: US-Präsident Donald Trump. Wie ihr Vorbild schwelgt nun auch die Rapperin in Queerfeindlichkeit.


Nicki Minaj, hier bei der Met Gala im Mai 2025, zeigt sich jetzt von ihrer homophoben Seite (Bild: IMAGO / ZUMA Press Wire)
  • 3. Februar 2026, 15:10h 3 Min.

Die trinidadische Rapperin Nicki Minaj hat mit einem als homophob kritisierten Tweet auf einen Witz von Moderator Trevor Noah bei der Grammy-Gala am Sonntag reagiert: Die 43-Jährige warf dem südafrikanischen Comedian vor, schwul zu sein.

Noah hatte bei den Emmys gescherzt, dass Minaj nicht bei der Verleihung sei, weil sie "immer noch im Weißen Haus mit Donald Trump ist, um sehr wichtige Themen zu besprechen". Daraufhin imitierte er Trumps Stimme und sagte: "Eigentlich, Nicki, habe ich den größten Hintern! Alle sagen das. Ich weiß, sie sagen, du seist es, aber ich bin es." Der Spott bezog sich auf Minajs Besuch im Weißen Haus wenige Tage zuvor. Dabei erklärte sie öffentlich, der "wahrscheinlich größte Fan" des Präsidenten zu sein (queer.de berichtete).

Minaj reagierte auf Noahs Witz mit mehreren Tweets. In einem schrieb sie: "Trevor weigert sich, sich zu outen, obwohl jeder in der Branche seinen Freund kennt. Angeblich." Minaj war den Grammys auch vor, nur ein unchristliches "Ritual" zu sein. Wörtlich schrieb sie: "Während sie heute Abend ihr Ritual vollziehen, wird sich ihnen der allmächtige Gott offenbaren. Das Ritual wird gegen sie zurückschlagen. Gott lässt sich nicht verspotten."

Minaj fordert Gefängnis für "Schwanzlutscher"

Minaj hatte zuletzt auch einen homophoben Ausbruch gehabt: So bezeichnete die Trump-Anhängerin den schwulen Journalisten Don Lemon in einem Tweet als "Schwanzlutscher", der hinter Gittern gehöre. Lemon war auf Anweisung von Trumps Justizministerium festgenommen worden, weil er zuvor bei einem Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE in einer Kirche in St. Paul anwesend gewesen war (queer.de berichtete).

Minaj galt früher als LGBTI-freundlich. Sie trat etwa bei Pride-Events auf und betonte oft ihre Wertschätzung für ihre schwulen Fans. 2020 war sie Gastjurorin bei "RuPaul's Drag Race". In Songtexten spielte sie teils mit einer bisexuellen Identität, distanzierte sich später jedoch mit der Zeile "used to be bi, but now I'm just hetero" (ich war früher bi, aber heute bin ich nur noch hetero) davon.

In den letzten Jahren wandte sie sich aber immer mehr der Trump-Bewegung zu. Minaj erklärte, dass sie sich mit dem Präsidenten solidarisiere, weil er ihrer Meinung nach Opfer von systematischer Kritik und "Mobbing" durch die Öffentlichkeit und Medien sei. Außerdem setze sie sich als überzeugte Christin für Religionsfreiheit ein, für die Trump stehe. Sie äußerte auch die Hoffnung, das Trump ihr helfen würde, ihre US-Staatsbürgerschaft zu erhalten.

Auch der US-Präsident ist übrigens sauer auf Moderator Trevor Noah, u.a. weil er bei den Grammys einen Witz über Trumps (und Bill Clintons) angebliche Verbindung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gemacht hatte. Der Staatschef kündigte an, Noah verklagen zu wollen. Trump hatte bereits wiederholt mit Klagen gegen Promis gedroht, die sich über ihn lustig gemacht hatten. So verlangte er etwa vor einigen Jahr fünf Millionen Dollar vom Comedian Bill Maher, weil dieser ihn als Sohn eines Orang-Utans bezeichnet hatte. Die Klage wurde später zurückgezogen. (cw)