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Toulouse
Bombenalarm: 24-Jähriger schob sich deutsche Granate in den Hintern
Schock an einer Klinik in Südfrankreich: Bei einer Operation kam heraus, dass sich ein junger Mann eine alte Granate anal eingeführt hatte. Der Kampfmittelräumdienst musste antreten.

Am Krankenhaus in Toulouse gab es auch schon mal ruhigere Wochenenden (Bild: IMAGO / ABACAPRESS)
- 3. Februar 2026, 15:53h 2 Min.
Ein bizarrer Zwischenfall hielt am Wochenende das Personal am Hôpital Rangueil im südfranzösischen Toulouse auf Trab: Wie die Zeitung "La Dépêche du Midi" (Bezahlartikel) berichtet, suchte ein 24-jähriger Mann in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Notaufnahme auf, weil er starke Schmerzen im Beckenbereich hatte. Wie er später angab, hatte er zuvor selbst ein Objekt in seinen Enddarm eingeführt, das sich nicht mehr entfernen ließ.
Bei dem Objekt handelte es sich nicht um einen handelsüblichen Butt-Plug. Vielmehr stellte das Ärzteteam während des chirurgischen Eingriffs fest, dass ein Metallgeschoss im Darm hing. Es war etwa 16 bis 20 Zentimeter lang und rund drei bis vier Zentimeter im Durchmesser. Laut dem Fernsehsender France 3 handelte es sich um ein deutsches Artilleriegeschoss aus dem Ersten Weltkrieg – war also über 100 Jahre alt.
Klinik ruft Bombenteam
Angesichts der möglichen Explosionsgefahr alarmierten die Klinikmitarbeiter*innen um 1:40 Uhr die Polizei und Spezialkräfte für Bombenentschärfung. Infolge dessen wurde ein Sicherheitsradius eingerichtet, Feuerwehrleute zur Brandabsicherung entsandt und der Sprengkörper überprüft. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass der Fund keine akute Gefahr darstellte.
Der Patient blieb zur weiteren Behandlung im Krankenhaus. Behörden planen, ihn im Laufe der Ermittlungen zu befragen, und prüfen mögliche rechtliche Schritte wegen unerlaubten Munitionsbesitzes.
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Immer wieder müssen Ärzt*innen bei Personen – meistens Männern – Fremdobjekte aus dem Allerwertesten entfernen. So gab es einen Bericht aus dem Jahr 2024, wonach einem Mann nach einem Online-Date auf Mallorca zwei Äpfel aus dem Rektum herausgeholt werden mussten (queer.de berichtete). Zu häufigen Objekten zählen Glühbirnen, Flaschen oder auch gerollte Tageszeitungen.
Sogar bombiges Material kommt häufiger vor, als man denken könnte: Bereits 2022 mussten ebenfalls französische Ärzt*innen in der Stadt Toulon einem 88-Jährigen eine Granate aus dem Ersten Weltkrieg aus dem Hintern entfernen (queer.de berichtete). Auch damals musste das Sprengkommando angefordert werden. (cw)















