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Angriff nach Bericht über CSD Bautzen
"Reporter ohne Grenzen" beklagt Feindseligkeit im Osten
- 4. Februar 2026, 04:19h 2 Min.

Neonazi-Protest gegen den CSD Bautzen 2025 (Bild: IMAGO / EHL Media)
Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" beklagt eine zunehmende Feindseligkeit gegenüber Journalist*innen im Osten Deutschlands. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht "Nahaufnahme: RSF-Report zur Lage der Pressefreiheit in Deutschland" hervorgeht, gab es im vergangenen Jahr insgesamt fünfzehn verifizierte Angriffe auf Pressevertreter*innen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Sachsen liegt den Angaben zufolge mit neun Vorfällen hinter Berlin an zweiter Stelle. Sachsen-Anhalt belegt mit fünf belegten Attacken Rang drei. In Thüringen gab es laut Bericht einen belegten Vorfall. In Berlin gab es 20 dokumentierte Angriffe. Das erklärten die Autor*innen auch damit, dass in der Bundeshauptstadt zahlreiche Medienhäuser ansässig sind.
Für ihre Analyse hat die Organisation zudem weitere Studien ausgewertet: Demnach sind besonders Lokaljournalist*innen in Sachsen und Thüringen bei Recherchen im rechtsextremen Milieu "extremer Feindseligkeit" ausgesetzt. Nach einer Studie durch das "European Centre for Press and Media Freedom" und den Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger berichteten zwei Drittel der Befragten "von körperlichen Angriffen, bis hin zu an die Privatadresse verschickten Gewalt- und Todesdrohungen".
Laut einem Forschungsprojekt der TU Dresden seien Berichte über rechtsextreme Montagsproteste in Ostdeutschland für Pressevertreter*innen "nur unter erheblichem Risiko" möglich gewesen. Journalist*innen seien dafür auf Schutz durch private Sicherheitskräften oder die Polizei angewiesen. Nur noch wenige würden sich "ohne ein solides Schutzkonzept zu Aktivitäten der rechtsextremen Szene" begeben.
Der Report erwähnt unter anderem einen Angriff auf zwei Journalist*innen in Berlin, nachdem diese im vergangenen August vom Christopher Street Day in Bautzen berichtet hatten. Dort hatte es erneut rechtsextreme Gegenproteste gegeben (queer.de berichtete). Im September hatte es deshalb eine Razzia in acht Wohnungen von mutmaßlichen Mitgliedern der rechtsextremistischen Gruppe "Deutsche Jugend voran" in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gegeben (queer.de berichtete). (cw/dpa)












