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Umfrage
Schwule Studierende sind sexuell am aktivsten
Keine andere Gruppe, die eine deutsche Universität besucht, hat öfter Sex als Schwule. Dagegen gibt es unter lesbischen Studentinnen besonders viele Jungfrauen.
- 4. Februar 2026, 15:40h 2 Min.
Aus Studien geht hervor, dass Jugendliche heute immer später sexuell aktiv werden. Eine aktuelle Umfrage des Erotikportals Erobella zeigt ebenfalls, dass Studierende überraschend enthaltsam lebten.
Am sexuell aktivsten zeigten sich männliche Homosexuelle – von ihnen hatten 82,4 Prozent mindestens einmal sexuelle Erfahrungen mit einem anderen Mann gesammelt. Nur etwas weniger aktiv sind demnach heterosexuelle Frauen (82,3 Prozent). Der Durchschnitt liegt bei 74 Prozent.
Als am jungfräulichsten erwiesen sich gleichgeschlechtlich liebende Frauen: 64 Prozent der lesbischen Studentinnen haben demnach bereits sexuellen Erfahrungen gesammelt, ein knappes Drittel also noch nicht. Knapp davor liegen heterosexuelle Studenten (66 Prozent). Bei studierenden bisexuellen Frauen haben 67 Prozent schon Geschlechtsverkehr gehabt, bei bisexuellen Männern 75 Prozent.
Schwule Studenten haben auch die meisten Sexpartner
Schwule Studenten haben auch am öftesten Sex – insgesamt 7,3 Mal pro Monat. Lesbische Frauen liegen hier auf dem zweiten Platz mit 6,4 Kontakten pro Monat – und das, obwohl der Anteil der lesbischen Frauen, die überhaupt Sex haben, viel geringer ist.
Am wenigsten Sex haben demnach Menschen, die mehrere Geschlechter sexuell attraktiv finden: Weibliche Bisexuelle bringen es gerade mal auf 4,5 Mal, männliche Bisexuelle sogar auf weniger als drei.

(Bild: Erobella)
Erobella erklärte, die Umfrage zeichne "ein differenziertes und teils überraschendes Bild studentischer Sexualität". Es zeige sich etwa ein "faszinierendes Paradoxon": "Bei Heterosexuellen sind Männer deutlich häufiger Jungfrauen als Frauen. Bei Homosexuellen hingegen sind es die Frauen, die wesentlich öfter keine sexuellen Erfahrungen gemacht haben, während homosexuelle Männer besonders aktiv sind."
Zentrale Erkenntnis sei, dass über ein Viertel der Befragten noch nie Geschlechtsverkehr hatten. "Dieser Befund widerspricht deutlich der verbreiteten Vorstellung einer grundsätzlich sexuell permissiven Studentenschaft und verweist auf ein studentisches Milieu, das stärker von Zurückhaltung geprägt ist, als gemeinhin angenommen wird."
Für die Umfrage wurden insgesamt 2.000 Studierende aus 29 deutschen Universitäten befragt. (cw)















