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  • 5. Februar 2026, 13:09h 2 Min.

Symbolbild (Bild: ChatGPT)

Immer weniger Menschen in Deutschland heiraten: Die Zahl der Eheschließungen ist 2024 auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik im Jahr 1950 gefallen. Insgesamt wurden 349.168 Ehen geschlossen, wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Welttags der Ehe am 8. Februar mitteilte, darunter allerdings nur 4.112 Männer- und 4.706 Frauenpaare. Bei 553 dieser Ehen handelte es sich um Umwandlungen von Lebenspartnerschaften. Nur im Jahr 2021 hatte es noch weniger gleich­geschlechtliche Eheschließungen gegeben. Die Ehe für alle trat in Deutschland am 1. Oktober 2017 in Kraft.

Zahl und Anteil der Verheirateten sanken den Angaben zufolge seit Jahren nahezu kontinuierlich: Ende 2024 war knapp jede zweite erwachsene Person in Deutschland verheiratet, 30 Jahre zuvor waren es noch rund 60 Prozent der Erwachsenen. Am höchsten war 2024 der Anteil bei den 65- bis 69-Jährigen, hier waren zwei Drittel verheiratet oder lebten in einer Lebenspartnerschaft, wie das Bundesamt mitteilte.

Bis zum ersten Ja-Wort dauert es immer länger, das Durchschnittsalter stieg innerhalb von 30 Jahren um rund sechs Jahre. 2024 waren Frauen bei ihrer ersten Heirat im Schnitt 32,9 Jahre alt, Männer 35,3 Jahre. 79 Prozent heirateten in dem Jahr zum ersten Mal. Gut 97 Prozent der Ehen schlossen Paare unterschiedlichen Geschlechts und knapp drei Prozent gleichen Geschlechts.

Ehen werden den Angaben zufolge später geschieden und halten länger. 2024 betrug das Durchschnittsalter bei Scheidungen 44,6 Jahre bei Frauen und 47,6 Jahre bei Männern. 1994 betrug es bei Frauen 36,5 Jahre und bei Männern 39,3 Jahre.

Die Durchschnittsdauer einer Ehe bis zur Scheidung lag 2024 bei 14,7 Jahren und 1994 bei 12,0 Jahren. 2024 wurden gut 129.300 Ehen geschieden und somit etwas mehr (plus 0,3 Prozent) als im Vorjahr, in dem der niedrigste Stand seit der deutschen Vereinigung erreicht worden war. (cw/dpa)

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