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- 6. Februar 2026, 11:08h 2 Min.

Rollläden für immer runter: Brunos-Laden in Berlin (Bild: mize)
Die queere Einzelhandelskette Brunos ist Geschichte. Nachdem bereits im April 2025 die Ladengeschäfte in München, Köln und Hamburg nach Insolvenzanmeldung geschlossen wurden, musste im Januar nun auch das Geschäft im Berliner Regenbogenkiez aufgegeben werden. Der Onlineshop brunos.de ist ebenfalls nicht mehr erreichbar.
"Die Entscheidung zur Schließung von Brunos Berlin ist uns mehr als schwergefallen", erklärte Geschäftsführer Franz Landgraf-Happach in einer Stellungnahme. "Trotz intensiver Bemühungen während der Insolvenz in Eigenverwaltung war der Standort Berlin mit dem E-Commerce wirtschaftlich nicht mehr tragfähig. Im laufenden Verfahren ist es zur Masseunzulänglichkeit gekommen, was bedeutet, dass die verfügbaren Mittel nicht mehr ausreichen, um alle laufenden Verpflichtungen zu erfüllen." Unter diesen Umständen sei die Schließung "leider unausweichlich" gewesen.
Allen Mitarbeitenden der Bruno's GmbH wurde gekündigt. Bezahlte Onlinebestellungen sollen teilweise nicht ausgeliefert worden sein. Am geschlossenen Geschäft hängt nun einen Schild mit dem beschönigenden Hinweis "Aus betriebsbedingten Gründen bleibt unser Laden bis auf weiteres geschlossen".
Er habe bis zum Schluss an eine Weiterführung des Betriebs geglaubt, erklärte Landgraf-Happach. Kritik, zu spät reagiert zu haben, weist er zurück: "Wir haben seit Anfang 2024 gegengesteuert. Kosten reduziert und verschiedene Szenarien geprüft. Öffnungszeiten gekürzt, sowie drei Standorte geschlossen", so der Unternehmer. "Leider haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schneller und negativer entwickelt als prognostiziert. Rückblickend wünscht man sich immer andere Optionen – realistisch betrachtet waren sie nicht umsetzbar." (cw)













