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Essays über Sprache, Sex und Community

Erweiterte Taschenbuch-Ausgabe von "Power Bottom" erschienen

In dem Essayband von Hugo Tepest geht es um sexuelles Begehren, queere Selbstbilder und die Macht der Sprache.


Symbolbild: In Hugo Tepests Essays wird sichtbar, wie sexuelle Hierarchien im Privaten ins Wanken geraten können
  • 7. Februar 2026, 09:17h 2 Min.

In zahlreichen literarischen Essays untersucht Hugo Tepest unser Begehren und fragt danach, wo die Grenzen zwischen subjektiver Lust, sexueller Identität und gesellschaftlicher Norm verlaufen. Die Texte bewegen sich dabei souverän zwischen Popkultur, Pornografie, Religion und Theorie: Von Pornhub bis zu den Arbeiten von Erika Lust, von katholischem Kink bis hin zur Auseinandersetzung mit queerer Scham entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama intimer wie politischer Fragestellungen. Der Essayband versammelt Beobachtungen, die gleichermaßen persönlich grundiert wie analytisch geschärft sind.

Suchend, tastend, bisweilen bewusst unabschließend


"Power Bottom" ist jetzt als erweiterte Taschenbuchausgabe erschienen

Im Zentrum von Tepests Interesse steht die Rolle von Sprache und Selbstbeschreibung. Immer wieder zeigen die Texte, wie Erzählungen über das eigene Begehren nicht bloß Ausdruck individueller Erfahrungen sind, sondern soziale Wirklichkeiten herstellen. Lust erscheint dabei nie als rein privates Phänomen, sondern als etwas, das von kulturellen Bildern, moralischen Deutungen und impliziten Machtverhältnissen geprägt ist. Tepest macht sichtbar, wie tief diese Strukturen in scheinbar intime Selbstverständnisse eingeschrieben sind – und wie schwer sie sich zugleich benennen lassen.

Der Ton der Essays ist suchend, tastend, bisweilen bewusst unabschließend. Gerade darin liegt ihre Stärke: Statt eindeutige Antworten zu liefern, öffnen sie Denk- und Erfahrungsräume, in denen sexuelle Hierarchien infrage gestellt werden können. Der titelgebende Essay "Power Bottom" führt exemplarisch vor Augen, dass gängige Selbstzuschreibungen wie "Top" und "Bottom" kein stabiles Raster für die eigene Lust bieten. Vielmehr erweisen sie sich als flexible Kategorien, die Macht nicht nur ordnen, sondern auch verschieben können – je nachdem, wie sie gelebt, erzählt und reflektiert werden.

Nachdem "Power Bottom" bereits im März 2023 erschienen ist, folgt jetzt die erweiterte Taschenbuchausgabe (Amazon-Affiliate-Link ). Unser Autor Fabian Schäfer hat den Essayband zur Ersterscheinung für uns besprochen: "Über Sexualkapital, queere Heilige und die Macht der Tops".


Autor Hugo Tepest (Bild: Anna Tiessen)

Hugo Tepest, geboren im Rheinland, ist Autor und Journalist. Er war Finalist des Open Mikes und des Edit Essaypreises. Zuletzt erschien 2024 sein Roman "Schreib den Namen deiner Mutter" und im Jahr 2025 das Sachbuch "Sind Penisse real?". (dd/pm)

Infos zum Buch

Hugo Tepest: Power Bottom. Essays über Sprache, Sex und Community. Erweiterte Taschenbuchausgabe. 165 Seiten. März Verlag. Berlin 2026. 15 € (ISBN 978-3-7550-0069-3).

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