Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?56812

RTL veröffentlicht Ergebnisse

Dschungelcamp-Voting: Hubert Fella hatte von Anfang an keine Chance gegen Gil Ofarim

Wohl noch nie war ein Kandidat bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" so umstritten wie Gil Ofarim. Während manche zuvor sogar den Boykott der Sendung ankündigten, riefen aber auch viele für ihn an, wie das Voting-Ergebnis von RTL deutlich macht.


Dschungelkönig Gil Ofarim (li.) dominierte die Realityshow – Hubert Fella schaffte es auf den dritten Platz (Bild: RTL)
  • 9. Februar 2026, 10:33h 4 Min.

Nach dem Dschungelcamp-Finale am Sonntagabend hat RTL die Voting-Ergebnisse der 19. Staffel "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass Sieger Gil Ofarim (43) schon lange die Nase vorne hatte. Der schwule Kandidat Hubert Fella, der auf Platz drei landete, hatte immer einen großen Rückstand zum neuen Dschungelkönig.

Seit die Zuschauer*innen darüber abstimmen konnten, wer im Camp bleiben soll, lag der Rockmusiker demnach an der Spitze. Wie der Sender betonte, werde das Voting "genauestens überwacht und ausgewertet". Es gebe "keinerlei redaktionelle Einflussnahme auf das Ergebnis", und es habe auch "keinerlei Auffälligkeiten oder Abweichungen, die auf eine mögliche Manipulation der Voting-Zahlen hinweisen" gegeben.

Im Finale holte Gil Ofarim 66,93 Prozent

An Tag acht, als der erste Promi das Camp verlassen musste, ergatterte Ofarim bereits 45 Prozent und lag damit klar vor Ariel (15 Prozent) und Hubert Fella (neun Prozent), der Dschungelhoffnung der queeren Community. Nicole Belstler-Boettcher musste das Camp als erster Promi verlassen. Sie hatte nur 1,4 Prozent der Stimmen erhalten. Am neunten Tag erreichte Gil Ofarim 39 Prozent vor Hubert Fella (13 Prozent). Umut Tekin schied mit 1,78 Prozent aus. Am zehnten Tag lag der Musiker bei 56 Prozent vor Eva Benetatou (acht Prozent), Mirja du Mont war raus (1,5 Prozent). Am elften Tag hatte Ofarim 60 Prozent vor Ariel (sieben Prozent), Stephen Dürr die wenigsten Stimmen (1,8 Prozent), es schied aber niemand aus. Am zwölften Tag riefen 57 Prozent für den Sänger an, Stephen Dürr musste das Camp verlassen (2,7 Prozent). Am 13. Tag lag Ofarim mit 55 Prozent vor Simone Ballack (elf Prozent), Eva Benetatou schied aus (4,0 Prozent).

An Tag 14 lag wieder der Musiker vorne – mit sogar 67 Prozent (vor Patrick Romer, zehn Prozent). Hubert Fella erreichte mit 6,2 Prozent sein insgesamt schwächstes Ergebnis. Das Camp verlassen musste Hardy Krüger (4,0 Prozent). Am 15. Tag erreichte Ofarim 59 Prozent vor Hubert Fella (elf Prozent), Ariel musste sich verabschieden (fünf Prozent). Im Halbfinale am 16. Tag hatte Ofarim 62 Prozent vor Samira Yavuz (zwölf Prozent). Simone Ballack (8,3 Prozent) und Patrick Romer (8,1 Prozent) wurden rausgewählt.

Im Vorfinale am Sonntag erreichte der 43-Jährige dann 59 Prozent, Samira Yavuz 24 Prozent und Hubert Fella schied mit 17 Prozent als Drittplatzierter aus. Im Finale siegte Gil Ofarim mit exakt 66,93 Prozent, Samira Yavuz wurde mit knapp einem Drittel der Stimmen Dschungelprinzessin.

Hubert Fella schwankte während des gesamten Dschungelcamps zwischen Rang zwei und Rang vier. Er holte dabei zwischen sechs und 13 Prozent, war also stets weit entfernt davon gewesen, die Gesamtführung zu übernehmen.

Weiterer Dschungel-Stoff

Das Publikum kann sich noch auf zwei weitere Dschungelshows freuen. Bereits am Montagabend gibt es "Das große Wiedersehen" (RTL, 20:15 Uhr, auch auf RTL+). Am Sonntag, 22. Februar, wird dann noch "Das Nachspiel", ebenfalls zur Primetime, gesendet.


Gil Ofarim (li.) und Hubert Fella (Bild: RTL)

Gute Quoten

Trotz der großen Konkurrenz von anderen Sendern – "Tatort" im Ersten, dazu Olympia-Übertragungen im ZDF – konnte das Finale der Dschungelshow gute Quoten erzielen. "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" erreichte am Sonntag ab 20:14 Uhr laut offiziellen Daten der AGF Videoforschung durchschnittlich 5,15 Millionen Zuschauer*innen, was einem Marktanteil von 20,9 Prozent beim Gesamtpublikum entspricht. Klingt beeindruckend – und ist es, gemessen an den vergangenen Jahren, auch. Doch wer den Blick auf die Konkurrenz richtet, muss das Bild relativieren: Der Saarbrücker "Tatort: Das Böse in Dir" im Ersten kam zur selben Sendezeit auf 7,31 Millionen Zuschauer*innen und 26,3 Prozent Marktanteil. Mehr als zwei Millionen Menschen mehr schalteten also lieber den Krimi ein. Insgesamt landete der Dschungel in der Quotenwertung nur auf dem Tagesrang sieben – hinter dem "Tatort", den Hauptnachrichtensendungen von ARD und ZDF und vier Olympiasendungen des ZDF.

Das ZDF mischte ohnehin am Sonntag kräftig mit. Die Olympia-Berichterstattung erreichte schon mit der Biathlon-Mixed-Staffel am Nachmittag 6,54 Millionen und die Ski-Abfahrt der Frauen am Vormittag 5,16 Millionen Zuschauer*innen – und damit schon vor dem Mittagsessen rund 10.000 Menschen mehr als der Dschungel. Das Finale beim Rodeln, Einsitzer der Männer, kam am frühen Abend sogar auf 6,56 Millionen.

Das junge Publikum wählt den Dschungel

Bei den Jüngeren dreht sich das Bild allerdings: In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen fuhr das Dschungel-Finale mit 1,91 Millionen und 33,8 Prozent Marktanteil einen überragenden Wert ein – und erreichte Platz eins. Zum Vergleich: Der "Tatort" lockte nur knapp eine Million Menschen vor die TV-Geräte. Markanteil bei den jungen Zuschauer*innen: 15,8 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr legte das Dschungelcamp-Finale wie bereits erwähnt deutlich zu. 2025 hatten nach damals vorläufigen Zahlen 4,42 Millionen das Finale geschaut, der Marktanteil bei den Jüngeren lag bei etwas mehr als 26 Prozent. Ein Zugewinn von rund 730.000 Zuschauer*innen und fast acht Prozentpunkten in der Zielgruppe. (spot/cw)

-w-