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Eddie Burke festgenommen
US-Pornodarsteller wollte Drogen auf eine Gay Cruise schmuggeln
Joshua S. Eddy alias Eddie Burke muss sich wegen Drogendelikten verantworten. Er wurde festgenommen, bevor die "weltgrößte LGBTQ-Kreuzfahrt" losging.

Pornostar Eddie Burke alias Joshua S. Eddy in einem PR-Bild (Bild: Sean Cody)
- 9. Februar 2026, 14:53h 2 Min.
Vor gut einer Woche haben die Behörden bei Sicherheitskontrollen am Seehafen von Miami (US-Bundesstaat Florida) mehrere Männer festgenommen, nachdem Drogen in ihrem Gepäck entdeckt wurden, bevor sie an Bord der "Symphony of the Seas" gehen konnten. Sie wollten eigentlich mit anderen 5.500 Männern auf ein als "weltgrößte LGBTQ-Kreuzfahrt" beworbenes Partyevent.
Zu den Festgenommenen zählt laut US-Medienberichten Joshua S. Eddy (41) aus dem kalifornischen West Hollywood, der in sozialen Medien als Content-Creator und OnlyFans-Produzent bekannt ist – und hunderttausende Follower*innen hat. Er drehte auch unter dem Namen Eddie Burke mehrere Szenen für die schwulen Pornolabel "Sean Cody" und "Raging Stallion".
Ecstasy, Ketamin, Meth und GBL sichergestellt
Bei den routinemäßigen Sicherheitschecks am 1. Februar hatten Drogenspürhunde mehrere Gepäckstücke markiert. In Eddys Koffer sollen Ermittler*innen zufolge verschiedene verbotene Betäubungsmittel gefunden worden sein, darunter MDMA (Ecstasy), Ketamin, Methamphetamin und Gamma-Butyrolacton (GBL), also ein chemischer Vorläufer des Partydroges GHB, die auch als K.-o.-Tropfen eingesetzt werden können.
Instagram | Diese Reise ging ohne Eddy los
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Eddy, der in seinem Hauptjob Rechtsanwalt ist, sieht sich nach Angaben der Behörden mit einem Anklagepunkt wegen MDMA-Handels und mehreren weiteren Anklagepunkten ausgesetzt, etwa dem Vorwurf, die Substanzen als Dealer verkaufen zu wollen. Der MDMA-Handel alleine zieht in Florida zwingende Mindeststrafen nach sich – die bei Eddy sichergestellte Menge von rund 20 Gramm (über 200 Einzeldosen) sieht eine Mindesthaftstrafe von drei Jahren und eine Geldstrafe von 50.000 Dollar (42.000 Euro) vor.
Seine Kaution wurde laut lokalen Gerichtsunterlagen auf 7.000 Dollar festgelegt. Er wurde vorläufig entlassen und soll im April vor Gericht erscheinen.
Insgesamt neun Männer zwischen 27 und 51 Jahren wurden im Zusammenhang während des Sicherheitschecks festgenommen. Dazu zählen Personen aus verschiedenen US-Bundesstaaten, darunter Tennessee, Georgia, Kalifornien, Arizona und Washington. Einige wurden gegen Kaution freigelassen, andere befinden sich weiterhin in Haft oder warten auf ihren Gerichtstermin. (cw)














