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Verbot

Empörung über Entfernung von Regenbogen­flagge von Stonewall-Monument in New York

Die Trump-Regierung verbietet, dass am Stonewall-Nationaldenkmal die Regenbogenfahne weht.


Demonstrierende werfen Donald Trump vor, mit dem Flaggenverbot von der Epstein-Affäre ablenken zu wollen (Bild: Travis Wise / flickr, IMAGO / ZUMA Press)
  • 11. Februar 2026, 11:40h 2 Min.

In New York City hat die Entfernung einer Regenbogen­flagge vom bekanntesten amerikanischen Denkmal der queeren Community für Empörung gesorgt. Etwa hundert Demonstranten, viele in Regenbogen­fahnen gehüllt, versammelten sich am Dienstag in einem Park gegenüber des Stonewall-Monuments. Sie verurteilten die Entfernung durch eine Behörde, die der US-Regierung untersteht, als "Schlag ins Gesicht" für sexuelle und geschlechtliche Minderheiten.

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Die Entfernung der Flagge folgte auf einen Beschluss des National Park Service vom 21. Januar. Die Behörde, die der Trump-Regierung untersteht, ist die für die Verwaltung des denkmalgeschützen Gebäudes in Manhattan zuständig. Der Beschluss verbietet das Hissen von Flaggen, die nicht die Nationalflagge der USA sind oder die Farben des Innenministeriums haben, mit wenigen Ausnahmen.

New Yorker Bürgermeister sauer

Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani sagte, er sei über die Entfernung der Regenbogenflagge "empört". New York sei der "Geburtsort" der modernen Bewegung für LGBTQ-Rechte und "keine Tat der Auslöschung wird diese Geschichte jemals ändern oder zum Schweigen bringen können", schrieb er im Onlinedienst X. "Ich werde immer für ein New York City kämpfen, das in unsere LGBTQ+-Community investiert, ihre Würde verteidigt und jede und jeden unserer Nachbarinnen und Nachbarn schützt — ohne Ausnahme."

/ NYCMayor

Das Stonewall-Monument erinnert an die Unruhen, die vor knapp 57 Jahren nach einer Polizeirazzia in der queeren Bar Stonewall Inn ausgebrochen waren. In der Bar wehrten sich am 28. Juni 1969 queere Menschen gegen teils gewalttätige Schikanen der Polizei. Nach einer Razzia lieferten sie sich tagelang Straßenschlachten mit den Beamten. Das führte dazu, dass sich LGBTIQ-Gruppen organisierten und sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erfolgreich gegen die Kriminalisierung von Homosexualität wehrten und für gleiche Rechte kämpften. Der deutsche Name "Christopher Street Day" erinnert noch heute an das Stonewall Inn; die Bar befindet sich in Christopher Street 51-53. 2016 erklärte der damalige US-Präsident Barack Obama das Stonewall Inn zu einem Nationaldenkmal (queer.de berichtete).

Die Trump-Regierung geht seit ihrem Amtsantritt mit Härte gegen queere Menschen vor. So dürfen etwa trans Menschen nicht mehr im US-Militär dienen. Bereits letztes Jahr hatte Trump angeordnet, die Erwähnungen von trans und queeren Personen von der offiziellen Webseite des "Stonewall National Monument" zu entfernen (queer.de berichtete).

Regenbogenfahnenverbote auch in Deutschland

Auch in Deutschland gibt es einen zunehmenden Kampf um die Regenbogenfahne: So untersagte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) letztes Jahr, beim Berliner CSD am Reichtstagsgebäude die Regenbogenfahne zu hissen (queer.de berichtete). Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) will laut einem Bericht weitere Verbote der Regenbogenfahne an Bundesgebäuden durchsetzen (queer.de berichtete). (AFP/dk)

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