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- 13. Februar 2026, 04:23h 2 Min.

Sandra Hüller im Film "Rose" (Bild: Schubert / ROW Pictures / Walker+Worm Film / Gerald Kerkletz)
Die deutsche Schauspielerin Sandra Hüller hat in ihrem neuen Film "Rose" Erkenntnisse über das Leben als Mann gesammelt. "Eine Hose beschützt einen immer", sagte Hüller der Wochenzeitung "Die Zeit" (Bezahlartikel). Hüller spielt in dem Film eine Frau, die sich während des Dreißigjährigen Kriegs als Mann ausgibt, sich entsprechend kleidet und eine Frau heiratet (queer.de berichtete).
"Als Rose hatte ich außerdem einen eingeschnürten Oberkörper und einen künstlichen Penis aus Horn. Mir baumelte ständig was zwischen den Beinen rum. (…) Jetzt verstehe ich, warum Männer so gehen, wie sie gehen", sagte Hüller. Interessant an Männerrollen findet die 47-Jährige, "dass man so wenig Emotionen produzieren muss. Man kann sich alles ganz genau angucken. Und irgendwann sagt man dann mal einen klugen Satz. Während die Frau daneben sich die Haare raufen und großes dramatisches Theater spielen muss."
Der Film "Rose" des Österreichers Markus Schleinzer läuft im Wettbewerb der diesjährigen Berlinale. In dem Film sehen sich die Titelheldin und ihre Frau, gespielt von Caro Braun, einer feindseligen Dorfgemeinschaft gegenüber. Der Film verteidige auch etwas, sagt Hüller: "Unsere Freiheiten sind hart erkämpft. Und gerade versucht man wieder verstärkt, uns weiszumachen, dass sie gegen den göttlichen Willen verstoßen. Man muss sich wehren, auch gegen mikropatriarchale Gesten. Und man sollte das immer sofort benennen und nicht nur auf die ganz großen Zusammenhänge verweisen". Zum Beispiel gehe es darum, "herauszufinden, was eigentlich der Kollege verdient, der genauso viel Spielerfahrung hat wie ich. Und dann kann man doch mal gemeinsam besprechen, warum da jetzt ein Unterschied sein soll."
Zuletzt waren im Jahr 2024 gleich zwei Hüller-Filme für einen Oscar nominiert: "The Zone of Interest", der mit dem Oscar für den Besten internationalen Film ausgezeichnet wurde, und "Anatomie eines Falls". Für ihre Rolle in letzterem Film erhielt Hüller auch eine Oscar-Nominierung als Beste Schauspielerin. (cw/dpa)
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