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Unterstützung für LGBTI-Community in Ungarn
Kai Wegner lädt Budapester Bürgermeister zum CSD Berlin ein
- 13. Februar 2026, 13:21h 2 Min.

Budapests Bürgermeister Gergely Karácsony hat eine offizielle Einladung zum CSD Berlin erhalten (Bild: © European Union / wikipedia)
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, der CDU-Politiker Kai Wegner, hat den grünen Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony und eine Delegation aus der ungarischen Hauptstadt zum Berliner CSD am 25. Juli eingeladen. Hintergrund ist, dass Karácsony trotz eines Verbots der queerfeindlichen ungarischen Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán den CSD in der ungarischen Hauptstadt letztes Jahr zuließ und mitdemonstrierte (queer.de berichtete). Deswegen muss er sich nun vor einem Gericht verantworten (queer.de berichtete).
Berlin und Budapest sind seit über 30 Jahren Partnerstädte. In dem persönlichen Schreiben drückte Wegner seine tiefe Besorgnis über die aktuelle Strafverfolgung Karácsonys aus.
"Wir danken dem Regierenden Bürgermeister für diese Entscheidung", erklärte das Berliner CSD-Vorstandsmitglied Thomas Hoffmann. "Berlin zeigt damit Haltung und stellt sich sichtbar an die Seite all jener, die sich für Demokratie, Menschenrechte und Freiheit einsetzen." Der CSD-Verein hatte bereits vergangenen Herbst eine offizielle Einladung des Budapester Bürgermeisters gefordert (queer.de berichtete).
Auch die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) begrüßen die Entscheidung des Berliner Stadtchefs: "Kai Wegner setzt mit dieser Einladung ein unmissverständliches Zeichen für die Werte der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte", erklärte der LSU-Landesvorsitzende René Powilleit. "In einer Zeit, in der die Sichtbarkeit und die Rechte der LSBTIQ+-Community in Ungarn massiv unter Druck stehen, zeigt Berlin klare Kante." Das sei ein "kraftvolles Signal für Zusammenhalt in ganz Europa". (cw)














