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Baden-Württemberg
CSD Karlsruhe ruft vor Landtagswahl zu Demo auf
- 17. Februar 2026, 09:54h 2 Min.

Plakat zur Demonstration am 28. Februar 2026
Der CSD Karlsruhe e.V. hat im Vorfeld der baden-württembergischen Landtagswahl zu einer Demonstration in der Karlsruher Innenstadt aufgerufen. Unter dem Motto "Wähl Liebe" will der Verein am Samstag, den 28. Februar 2026 ein Zeichen für queere Gleichberechtigung und gegen Rechtsextremismus setzen. Auftakt ist um 11.55 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Marktplatz in Karlsruhe.
Nach Angaben des Vereins soll die Demonstration für Demokratie, Vielfalt und den Schutz queerer Menschen auch auf Landesebene werben. Ziel sei es, Wähler*innen darauf aufmerksam zu machen, dass die Landespolitik erheblichen Einfluss auf die Lebensrealitäten queerer Menschen habe – etwa in den Bereichen Bildung, Sicherheit, Gesundheit, Kultur sowie bei der Förderung entsprechender Strukturen.
Der CSD Karlsruhe spricht sich nach eigenen Angaben zudem gegen einen erstarkenden Rechtspopulismus und Rechtsextremismus aus. Eine Forderung an die künftige Landesregierung sei, sich auf Bundesebene für die Prüfung eines Verbots der AfD einzusetzen.
Begleitend zur Demonstration hat der Verein ein Positionspapier mit Forderungen an die Landespolitik vorgelegt. Darin verlangt er unter anderem den Ausbau wirksamer Schutzmechanismen vor Diskriminierung, insbesondere durch staatliche Stellen. Zudem fordert der CSD eine verbindlich queerfreundliche Bildungspolitik, die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Schulen verankert und Lehrkräfte stärkt, sowie eine queersensible Gesundheitsversorgung mit verbessertem Zugang zu psychosozialer und psychotherapeutischer Unterstützung.
Darüber hinaus plädiert der Verein für einen besseren Schutz queerer Menschen vor Hasskriminalität sowie für mehr Sensibilisierung bei Polizei und Justiz. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der langfristigen finanziellen Absicherung queerer Projekte, Beratungsstellen, Kulturangebote und Treffpunkte im gesamten Land, auch außerhalb größerer Städte.
"Queere Menschen erleben aktuell sehr konkret, was es bedeutet, wenn rechtsextreme Parteien gesellschaftliche Debatten verschieben. Unsere Existenz wird infrage gestellt, Schutzmechanismen werden delegitimiert, Vielfalt wird zum Feindbild erklärt", erklärte der Vereinsvorsitzende Karsten Kremer. Von der Landespolitik erwarte man eine klare Haltung und entschiedene Grenzen gegenüber rechtsextremer Politik. (cw)
Links zum Thema:
» Forderungskatalog des CSD Karlsruhe für die Landtagswahl 2026
» Homepage des CSD Karlsruhe
Mehr zum Thema:
» Queerpolitische Wahlprüfsteine: CDU und FDP fallen durch (14.02.2026)















