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- 02. Oktober 2006 1 Min.
Stockholm (queer.de) - Die schwedischen Behörden haben am Freitag bekannt gegeben, dass abgelehnte schwule Asylbewerber wieder in den Iran abgeschoben werden können. Die islamische Republik habe der schwedischen Botschaft in Teheran versichert, dass Schwule nicht exekutiert werden würden, teilte die Regierung in Stockholm mit. Damit endet ein vor gut einem Jahr erlassenes Moratorium auf Abschiebungen, das nach Berichten einer Hinrichtung von zwei schwulen Jugendlichen erlassen worden war (queer.de berichtete). Schweden argumentiert, dass Schwule im Iran keine Probleme hätten, wenn sie ihre Homosexualität nicht "übermäßig" zur Schau stellten. Die Menschenrechtsgruppe "Amnesty International" nannte die Aufforderung, versteckt zu leben, "zynisch". Ein in Schweden lebender schwuler Mann soll bereits in Kürze in den Iran abgeschoben werden, meldet die Zeitung "The Local". "Die Regierung will diese Menschen zurückschicken und hofft einfach, dass alles gut läuft und die Männer nicht exekutiert werden", erklärt Sören Andersson von der Homo-Gruppe RFSL. (dk)
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