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Olympische Winterspiele
Tränen-Drama: Queerer Eiskunstlauf-Star Amber Glenn patzt schwer
Noch auf dem Eis bricht die pansexuelle US-Amerikanerin Amber Glenn in Tränen aus: Nach schweren Patzern im Kurzprogramm ist der Traum von Gold schon vor der Kür vorbei. Ihre Lebensgeschichte bewegt die Sportwelt.

Amber Glenn machte einen schweren Fehler beim geplanten dreifachen Rittberger (Bild: IMAGO / ZUMA Press)
- 18. Februar 2026, 01:58h 2 Min.
Da halfen selbst die besten Wünsche von Pop-Ikone Madonna nichts: Eine in Tränen aufgelöste Amber Glenn (26) aus den USA hat nach einem verpatzten Kurzprogramm kaum noch eine Chance auf eine Eiskunstlauf-Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Italien und belegt nur den 13. Rang. Die pansexuelle Mitfavoritin machte einen schweren Fehler beim geplanten dreifachen Rittberger. Das Element wurde nicht anerkannt. Der Rückstand auf den dritten Platz beträgt vor der Kür am Donnerstag (19 Uhr) schon fast zehn Zähler.
Glenn ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten dieser Winterspiele – auch wegen ihrer bewegenden Vergangenheit. Aufgrund von Depressionen und Angstzuständen musste sie im Teenager-Alter in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein Grund dafür war ihren Angaben nach auch die toxische Vergleichskultur im Eiskunstlauf.
Zudem litt sie an einer Essstörung. "Ich dachte, ich komme nirgendwo hin, und rutschte in eine schwere Depression, in der ich nicht mehr weiterleben wollte – ich wollte gar nichts mehr", sagte Glenn in einem großen Porträt im "Time"-Magazin über die schwere Zeit.
2019 machte sie öffentlich, dass sie bisexuell sowie pansexuell ist.
Videobotschaft von Madonna: "Hol dir dieses Gold"
Kurz vor dem Olympia-Kurzprogramm erhielt Glenn eine Videobotschaft von Madonna, zu deren Lied "Like a Prayer" sie lief. "Ich habe dich gerade zu meinem Song "Like a Prayer" tanzen sehen und muss sagen: Ich war absolut überwältigt davon", sagte der Popstar der Eiskunstläuferin. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nicht gewinnst, also möchte ich dir einfach viel Glück wünschen. Hol dir dieses Gold!" Doch dieser Traum ist bereits vorbei.
Japanische Führung – Weltmeisterin Liu in Lauerstellung
In Führung liegt nach dem Kurzprogramm die Japanerin Ami Nakai (78,71 Punkte) vor ihrer Teamkollegin Kaori Sakamoto (77,23 Punkte). In Lauerstellung auf Platz drei ist Weltmeisterin Alysa Liu aus den USA (76,59 Punkte).
Unter den mitfiebernden Zuschauer*innen waren mehrere US-Stars, unter anderem Eiskunstlauf-Wunderkind Ilia Malinin, Rapper Snoop Dogg sowie Schauspielerin und Sängerin Halle Bailey ("Arielle, die Meerjungfrau"). (cw/dpa)














