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- 02. Oktober 2006 2 Min.
Boston (queer.de) - Ein Gericht des US-Bundesstaates Massachusetts hat entschieden, dass ein lesbisches Paar aus Rhode Island heiraten darf. Massachusetts ist derzeit der einzige Staat der USA, der Schwulen und Lesben die Ehe erlaubt. Allerdings hat Gouverneur Mitt Romney, ein republikanischer Gegner der Homo-Ehe, die Standesbeamten angewiesen, kein schwules oder lesbisches Paar zu trauen, das außerhalb des Staates lebt. Er beruft sich dabei auf ein Gesetz aus dem Jahre 1913, das einst interrassische Ehen erschweren sollte (queer.de berichtete). Der Oberste Gerichtshof hatte bereits im März entschieden, dass dieses alte Gesetz die Ehe unterbinden kann, falls sie im Heimatstaat der Antragsteller verboten sei (queer.de berichtete). In der jetzigen Entscheidung stellte das Gericht aber fest, dass in Rhode Island die Homo-Ehe zwar nicht erlaubt, aber auch nicht ausdrücklich verboten sei. Schwul-lesbische Gruppen begrüßten die Entscheidung als "einen Schritt in Richtung Ehe-Gleichheit".
Gouverneur akzeptiert Entscheidung, wirbt aber für Verbot
Gouverneur Romney sagte, er werde die Gerichtsentscheidung akzeptieren und keinen Widerspruch einlegen. "Ich muss die Gesetze achten", sagte der Republikaner dem "Boston Globe". "Wir leben in einem Land der Gesetze, auch wenn ich manche nicht mag." Er appellierte jedoch wieder an den Kongress, ein Verbot der Homo-Ehe in die Verfassung aufzunehmen - und damit alle Homo-Ehen in Massachusetts zu unterbinden. Der Mormone Romney will Nachfolger von George W. Bush als Präsident werden und gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten der republikanischen Partei. (dk)
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