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- 20. Februar 2026, 11:50h 1 Min.
Der schwule Film- und Theaterregisseur Rosa von Praunheim erhält posthum den 11. Internationalen Beethovenpreis. Wie die Veranstalter*innen mitteilten, wird die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 16. März 2026 im Kammermusiksaal Hermann J. Abs in Bonn im Rahmen eines Gedenkkonzerts verliehen. Die ursprünglich für Januar geplante Preisverleihung war nach dem Tod des Regisseurs verschoben worden.
Die Trophäe nimmt sein Witwer Oliver Sechting entgegen. Die Laudatio hält Regisseur Tom Tykwer. Bei dem Konzert treten unter anderem der Pianist Colin Pütz, die Panflötistin Hannah Schlubeck und der Countertenor Nils Wanderer auf. Auch der Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann (Grüne) will den Preisträger würdigen.
Mit Praunheim wird erstmals ein Film- und Theaterregisseur mit dem Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte, Frieden, Freiheit, Armutsbekämpfung und Diversität geehrt. Der schwule Künstler und Aktivist hatte mit seinem Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" (1971) die Gründung zahlreicher Initiativen angestoßen und gilt als wichtige Stimme der Schwulen- und Lesbenbewegung.
Der Preis wird von der Beethoven Academy vergeben und von der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Solidaris als Hauptsponsor unterstützt. Die Trophäe gestalten die Künstler Rima Arslanov und Roy Mordechai. Das Gedenkkonzert beginnt am 16. März 2026 um 19 Uhr. (cw)
Links zum Thema:
» Mehr Informationen zum Gedenkonzert auf der Homepage der Beethoven Academy















