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Teddy Awards
"Iván & Hadoum" ist der beste queere Spielfilm
Eine berührende Liebesgeschichte zwischen einem trans Mann und einer cis Frau erhielt am Freitagabend im Rahmen der Berlinale den Teddy Award für den besten queeren Spielfilm.

Szene aus dem Gewinnerfilm "Iván & Hadoum" (Bild: Lluís Tudela)
- 21. Februar 2026, 04:27h 2 Min.
Mit den Teddy Awards sind am Freitagabend in der Berliner Volksbühne die unabhängigen queeren Filmpreise der Berlinale vergeben worden. Bei den Teddy Awards sichtet die internationale Jury Filme mit queerem Kontext aus allen Sektionen der Filmfestspiele. Anschließend werden mehrere Filme in verschiedenen Kategorien nominiert.
Der Teddy für den besten Spielfilm ging an "Iván & Hadoum". In dem Debütfilm des spanischen Regisseurs Ian de la Rosa verliebt sich der junge trans Mann Iván in einer Gewächshausanlage in Südspanien in seine neue cis Kollegin Hadoum. Doch eine langersehnte Beförderung stellt ihre Beziehung vor Herausforderungen, und Iván muss sich darüber klar werden, was für ein Mensch er sein will. Ian de la Rosa ist selbst trans.
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Nominiert als bester queerer Spielfilm waren auch "À voix basse" (In a Whisper) von Leyla Bouzid sowie "Feito Pipa" (Gugu's World) von Allan Deberton.
"Barbara Forever" ist die beste Doku
Als bester Dokumentarfilm wurde "Barbara Forever" ausgezeichnet. Brydie O'Connor feiert darin die lesbische Experimentalfilmemacherin Barbara Hammer (1939-2019). Mit viel Dyke-Poesie zeigt ihr Footage-Film, wie sie lebte, liebte, arbeitete, kämpfte, inspirierte – und wie kompromisslos politisch das vermeintlich Private ist.

Barbara Hammer (Bild: the Estate of Barbara Hammer)
Der Preis für den besten Kurzfilm ging an "Taxi Moto" von Gaël Kamilindi. Im Mittelpunkt steht ein Regisseur, der seinen Film – eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern – neu konzipieren muss, weil er ihn in seinem Heimatland so nicht drehen durfte. Andernorts findet er einen neuen Hauptdarsteller und mit ihm eine zärtliche Geste des Widerstands.
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Teddy Jury Award für "Der Heimatlose"
Der deutsche Film "Der Heimatlose" wurde mit dem Teddy Jury Award ausgezeichnet. Kai Stänicke erzählt in seinem Debütfilm von Hein, einem jungen Mann, der nach 14 Jahren in sein Heimatdorf auf einer abgelegenen Nordsee-Insel zurückkehrt. Zu seiner Überraschung erkennt ihn die eingeschworene Dorfgemeinschaft nicht wieder. Sogar sein Kindheitsfreund Friedemann distanziert sich von ihm, obwohl sie einst unzertrennlich waren. Um herauszufinden, ob Hein wirklich der ist, für den er sich ausgibt, rufen die Bewohner*innen ein Dorfgericht ins Leben.

Szene aus "Der Heimatlose" (Bild: Florian Mag)
Mit einem Special Teddy Award für herausragende Leistungen im Queer Cinema wurde außerdem die französische Regisseurin und Autorin Céline Sciamma ausgezeichnet (queer.de berichtete). (cw)
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