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Olympische Winterspiele
Team LGBT holt so viele Medaillen wie nie zuvor
Die Olympischen Winterspiele in Italien sind zu Ende – und queere Athlet*innen können zufrieden sein.

Der schwule Kanadier Paul Poirier kann sich mit seiner Partnerin Piper Gilles über eine Bronzemedaille freuen (Bild: IMAGO / VCG)
- 23. Februar 2026, 05:56h 2 Min.
Offen queere Athlet*innen waren bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina so erfolgreich wie nie: Nach einer Auswertung von "Outsports" konnte das Team LGBT fünf Goldmedaillen, zwei Silbermedaillen und vier Bronzemedaillen gewinnen. Bei den Spielen vor vier Jahren in Pyeongchang kam das queere Team auf vier Mal Gold, zwei Mal Silber und drei Mal Bronze (queer.de berichtete).
Im Medaillenspiegel läge das queere Team damit auf dem 13. Platz – und damit hinter Deutschland, aber vor Ländern wie Südkorea, Australien oder Großbritannien.
Insgesamt brachte es das Team LGBT laut dem queeren Sportportal auf 49 Athlet*innen. Auch das ist ein neuer Rekord.
Die Goldmedaillen für das queere Team gewann unter anderem der französische Eiskunstläufer Guillaume Cizeron (queer.de berichtete). Außerdem holte die US-Skifahrerin Breezy Johnson Gold in der Abfahrt und die Schweizerin Mathilde Gremaud siegte in Slopestyle.
Zudem gewann das amerikanische Team um Amber Glenn im Eiskunstlaufen – im Einzelwettbewerb patzte Glenn allerdings und verpasste unter Tränen eine Medaille (queer.de berichtete). Die US-Eishockeyfrauen konnten außerdem die Goldmedaille erringen. Daran waren die queeren Spielerinnen Cayla Barnes, Hilary Knight und Alex Carpenter beteiligt. "Outsports" zählte hier übrigens "nur" eine Goldmedaille für die Wertung, obwohl alle drei ausgezeichnet worden sind.
Frauen erfolgreicher
Frauen steuerten insgesamt mehr zum queeren Teamergebnis bei: Die Männer holten "nur" ein Mal Gold, ein Mal Silber und ein Mal Bronze, die Frauen gewannen den Rest. Insgesamt machten Männer aber auch nur ein Fünftel des Teams LGBT aus.
Bei den Spielen hatte unter anderem der schwule Skifahrer Gus Kenworthy wegen seiner Kritik an der Trump-Regierung für Aufregung gesorgt. Der britisch-amerikanische Sportler postete ein Foto, auf dem die Botschaft "Fuck ICE" zu lesen war – er hatte die Buchstaben mit Urin in den Schnee platziert (queer.de berichtete). Der 34-Jährige berichtete daraufhin von erheblichen Anfeindungen bis hin zu Morddrohungen (queer.de berichtete). Auch andere US-Sportler*innen übten Kritik an den augenblicklichen Zuständen in ihrem Heimatland.
Kenworthy konnte seine Karriere indes sportlich nicht mit dem Gewinn einer zweiten olympischen Medaille nach 2014 krönen. Er erreichte zwar das Finale im Freeski-Halfpipe-Wettbewerb, am Ende sprang aber nur ein sechster Platz heraus. (cw)














