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  • 24. Februar 2026, 09:37h 2 Min.

Barrie Kosky (Bild: Jan Windszus)

Nicht in New York, London oder Mailand hat sich die Opern-Szene zur Verleihung der "Oper! Awards" getroffen, sondern in Regensburg. Das Theater der Stadt ist zum "Besten Opernhaus des Jahres" gekürt worden. Für sein Lebenswerk wurde am Montagabend der Bühnen- und Kostümbildner Jürgen Rose geehrt. Der schwule Opern- und Theaterregisseur Barrie Kosky wurde in der Kategorie "Bester Regisseur" ausgezeichnet.

Die Regensburger*­innen führten dem Gala-Publikum bravourös vor, weshalb der Preis auch in der vermeintlichen Provinz seine Berechtigung hat. Die Relevanz einer Bühne bemesse sich schließlich nicht nach ihren Quadratmetern, sagte Jury-Vorsitzender Ulrich Ruhnke und bescheinigte dem Haus "künstlerische Exzellenz und programmatische Unerschrockenheit".

Bekannt ist das Theater unter anderem für seine innovativen Spielpläne, auf denen statt Klassikern häufig weniger bekannte Stücke stehen. Dafür würdigte Ruhnke den Intendanten Sebastian Ritschel samt seinem Team: "Hier begegnet uns eine Haltung, die vor allem eines auszeichnet: Mut statt Vorsicht. Auf dieser Bühne riskiert man mit größtem Erfolg Musiktheater in seiner ganzen Breite als hochkarätiges Wagnis."

Verliehen wird der Preis von der Fachzeitschrift "Oper!". Weiterer Preisträger war die Staatskapelle Berlin mit ihrem Generalmusikdirektor Christian Thielemann als "Bestes Orchester". Den Preis für die "Beste Aufführung" bekam Opernstar Cecilia Bartoli, Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele, für "Hotel Metamorphosis". Katharina Wagner, Intendantin der Bayreuther Festspiele, nahm stellvertretend für die erkrankte Sopranistin Miina-Liisa Värelä den Preis als "Beste Sängerin" entgegen. Värelä feierte 2025 ihr Debüt in Bayreuth. Den Award als "Bester Sänger" erhielt der Tenor Jonathan Tetelman.

Für heitere Momente zum Abschluss der Gala sorgte Ehrenpreisträger Jürgen Rose, der in den Bereichen Schauspiel, Oper und Ballett international an den größten Bühnen tätig war, etwa in München, Mailand, Paris, Bayreuth oder New York. Er berichtete von zahlreichen Anfragen aus aller Welt, die ihn bis heute regelmäßig erreichten. Und er erstaunte das Publikum, als er erzählte: "Morgen Früh geht es nach Dresden." Denn um 13.30 Uhr sei Anprobe in der Semperoper. Es falle eben nicht leicht aufzuhören, sagte der 88-Jährige.

Das Theater Regensburg darf sich Frühjahr über die nächste Auszeichnung freuen: Am 8. Mai wird das Haus nach Angaben des Kunstministeriums zum Staatstheater ernannt. (cw/dpa)

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