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"Abstrakte Bedrohungslage"

Mutmaßlich islamistisches Motiv hinter Anschlags-Drohung gegen CSD Gelsenkirchen

Kurz vor dem Start wurde der Christopher Street Day in Gelsenkirchen im vergangenen Jahr aus Sicherheitsgründen abgesagt. Nun wurden Details zur Bedrohungslage bekannt.


Demonstration und Straßenfest fielen aus: Irritierte und enttäuschte Besucher*innen des CSD Gelsenkirchen am 17. Mai 2025 (Bild: IMAGO / Michael Korte / Funke Foto Services)
  • 27. Februar 2026, 13:09h 2 Min.

Die Drohung gegen den Christopher Street Day (CSD) in Gelsenkirchen im Mai 2025 war offenbar islamistisch motiviert. Das erfuhr das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aus Sicherheitskreisen. Die Ermittlungen richten sich demnach gegen einen Jugendlichen, der in der Schweiz leben soll.

Die für den 17. Mai 2025 geplante Demonstration mit rund 600 Teilnehmenden war kurzfristig abgesagt worden. Das queere Jugendzentrum "Together" als Veranstalter hatte damals auf eine "abstrakte Bedrohungslage" verwiesen. Die Absage habe gravierende Auswirkungen auf die Sichtbarkeit der queeren Community, hieß es. Zugleich betonten die Organisator*­innen, die Sicherheit aller Teilnehmenden habe oberste Priorität (queer.de berichtete).

Anschlagsdrohung auf TikTok

"Eine Stunde vor Beginn der Demonstration erreichte uns ein Anruf von der Polizei, dass es eine unkonkrete Anschlagswarnung gäbe", erkärte damals ein Sprecher des Jugendzentrums. "Die Warnung war für einen CSD in Nordrhein-Westfalen, aber nicht konkret, für welchen Punkt."

Laut "Spiegel" war das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen am Morgen der geplanten Veranstaltung auf einen Beitrag in dem sozialen Netzwerk TikTok aufmerksam geworden. Darin soll ein männlicher Tatverdächtiger einen Anschlag angekündigt haben. Die Behörden stuften die Drohung als ernst zu nehmen ein. Aufgrund der Gefährdungslage wurde auch eine angemeldete Demonstration zum IDAHOBIT in Mönchengladbach in eine stationäre Kundgebung umgewandelt.

Schwarze FLagge und sogenannten Tauhid-Finger

Nach "Spiegel"-Informationen zeigte das Profilbild des Accounts eine schwarze Flagge sowie einen sogenannten Tauhid-Finger. Beide Symbole werden auch von Islamisten verwendet. Die zuständige Jugendanwaltschaft in Luzern bestätigte auf Anfrage, dass gegen einen Jugendlichen ermittelt wird. Weitere Angaben könnten mit Blick auf das laufende Verfahren derzeit nicht gemacht werden, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. (cw)

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