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Frühere DSDS-Kandidatin gewinnt Vorentscheid
Sarah Engels vertritt Deutschland beim Eurovision Song Contest 2026
Die Entscheidung ist gefallen und Deutschland schickt eine prominente Stimme zum Eurovision Song Contest nach Wien: Sarah Engels sicherte sich das Ticket.

Sarah Engels wird dieses Jahr beim ESC um viele, viele Punkte kämpfen (Bild: ARD / Claudius Pflug)
- 1. März 2026, 03:27h 3 Min.
Sängerin Sarah Engels tritt für Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC) an. Die 33-Jährige setzte sich am Samstag in Berlin in der Show "Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale" gegen acht andere Acts durch. Ihr Sieger-Lied trägt den Titel "Fire" und soll vor allem Frauen darin stärken, den eigenen Träumen zu folgen.
Zunächst galt es bei der Show, mit dem Song eine internationale Jury zu überzeugen. Das 20-köpfige Gremium verkleinerte das Bewerberfeld im ersten Schritt von neun auf nur noch drei Acts. In der Jury saßen insbesondere frühere ESC-Teilnehmende wie Luca Hänni aus der Schweiz oder Ruslana Lyschytschko aus der Ukraine. Danach entschied das Publikum per Abstimmung über den Gewinner-Act. Engels bekam dabei die meisten Stimmen.
Leicht wird die Mission für die Kölnerin allerdings nicht. In den vergangenen zehn Jahren lief es für deutsche Beiträge immer wieder miserabel beim ESC – oft landeten sie auf letzten oder vorletzten Plätzen. Nur Michael Schulte erreichte 2018 mit Platz vier ein echtes Top-Ergebnis. Sänger Isaak (2024, 12. Platz) und das Duo Abor & Tynna (2025, 15. Platz) fuhren zuletzt immerhin Mittelfeld-Ränge ein.
Viele Talente
Engels ist allerdings dafür bekannt, in Wettbewerbsformaten gute Ergebnisse zu erzielen. 2011 stand sie im Finale der Show "Deutschland sucht den Superstar". Sie nahm aber auch schon erfolgreich an den TV-Shows "Let's Dance", "The Masked Singer", "Das große Promibacken" und "Dancing on Ice" teil. Neben der Musikkarriere ist sie auch noch Influencerin mit 1,8 Millionen Follower*innen bei Instagram, Schauspielerin, Eisläuferin ("Holiday on Ice") und neuerdings Musical-Star ("Moulin Rouge!"). Von 2013 bis 2019 war sie mit dem Sänger Pietro Lombardi (33) verheiratet.
Anders als in den Vorjahren ist in diesem Jahr nicht mehr der Norddeutsche Rundfunk (NDR) innerhalb der ARD federführend für den ESC zuständig, sondern der Südwestrundfunk (SWR). Auch Moderator Stefan Raab, der im vergangenen Jahr noch einmal die Fäden bei der Auswahl eines deutschen Beitrags zog, war nun nicht mehr Teil des Vorentscheids.
Queerer Act scheitert knapp
Im deutschen Finale standen auch zwei queere Acts: Die lesbische Sängerin Malou Lovis thematisierte in "When I'm With You" eine intensive Liebesgeschichte über die Verbindung zwischen zwei Frauen. Der nichtbinäre Act wavvyboi wollte mit dem Lied "Black Glitter" antreten. wavvyboi schaffte es immerhin in das von einer internationalen Fachjury ausgewählte Super-Finale – neben Engels und Molly Sue mit "Optimist (Ha Ha Ha)". Am Ende erreichte Engels 38 Prozent beim Publikumsvote, wavvyboi landete mit 34 Prozent auf dem zweiten Platz und Sue gewann mit rund 28 Prozent Bronze.
In diesem Jahr ist Österreich ESC-Gastgeber, weil das Alpenland den Wettbewerb 2025 mit dem queeren Countertenor JJ und seiner Pop-Arie "Wasted Love" gewann (queer.de berichtete). Vorab hat die Teilnahme Israels für Diskussionen gesorgt. Einige Länder boykottieren den ESC als Reaktion auf das Vorgehen Israels im Gazastreifen (queer.de berichtete). Das ESC-Finale findet am 16. Mai in Wien statt. (cw/dpa/spot)













